Konjunkturstimmung verschlechtert sich im März deutlich

Die Corona-Krise sowie der Lockdown in der Schweiz und in anderen Ländern der Welt schlägt auf die Konjunktur hierzulande durch. Das zeigt sich auch im monatlich veröffentlichten Barometer der Konjunkturforscher der ETH Zürich.

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Die Konjunktur hat sich wegen der Corona-Pandemie eingetrübt: ein Baurabeiter bei der Arbeit (Archivbild).

Die Konjunktur hat sich wegen der Corona-Pandemie eingetrübt: ein Baurabeiter bei der Arbeit (Archivbild).

KEYSTONE/PETER KLAUNZER
(sda/awp)

Das Stimmungsbild hat sich im März deutlich eingetrübt. Das KOF-Barometer fiel im Vergleich zum Vormonat um 8,9 auf 92,9 Zähler, wie die Konjunkturforschungsstelle KOF am Montag schreibt. Das sei der stärkste monatliche Einbruch seit fünf Jahren. Damals hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs für den Schweizer Franken aufgehoben.

Der Sturz des Barometers reflektiere die ersten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, schreibt die KOF weiter. Die Forscher rechnen mit einer «markanten Reduktion» der Wachstumsraten in der Schweiz.

Allerdings hatten die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen im März einen noch deutlicheren Rückgang erwartet. Sie prognostizierten zum Frühindikator einen Wert im Bereich von 82,0 bis 90,0 Punkten.

Industrie leidet

Angetrieben werde der Einbruch im März vor allem durch das Verarbeitende Gewerbe, heisst es weiter. Dem vermochte kein anderer im Barometer erfasster Indikator entgegenzuwirken. Am schwächsten hätten sich dabei die negativen Impulse bislang noch auf den Exportbereich ausgewirkt.

Der im Barometer zum Ausdruck kommende Stimmungseinbruch im Verarbeitenden Gewerbe und im Bau umfasst laut KOF ohne Ausnahme alle Branchen. Am stärksten betroffen seien die Textil- und die Metallindustrie, am wenigsten komme der Einbruch in der Nahrungsmittelindustrie zum Ausdruck. Im Food-Bereich stütze in erster Linie die Beurteilung zu den Aufträgen und der Produktion das Stimmungsbild.