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Konstanter Abstand der verfügbaren Einkommen zwischen Arm und Reich

Die Einkommensverteilung in der Schweiz ist weitgehend stabil geblieben. Der Bund wertet diese Konstanz als Erfolg der Sozialpolitik: Die Ungleichheit bei den Primäreinkommen wird mittels Steuern und Sozialabgaben auf dem Weg zu den verfügbaren Einkommen reduziert.
In der Schweiz haben die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung durchschnittlich 4,4 Mal mehr Geld zur Verfügung als die ärmsten 20 Prozent. Der Bund sorgt durch staatliche Umverteilung dafür, dass das Ungleichgewicht sich nicht verstärkt. (Bild: Keystone/MARTIN RUETSCHI)

In der Schweiz haben die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung durchschnittlich 4,4 Mal mehr Geld zur Verfügung als die ärmsten 20 Prozent. Der Bund sorgt durch staatliche Umverteilung dafür, dass das Ungleichgewicht sich nicht verstärkt. (Bild: Keystone/MARTIN RUETSCHI)

(sda)

Im Jahr 2016 betrug das mediane verfügbare monatliche Äquivalenzeinkommen in der Gesamtbevölkerung 4121 Franken. Das heisst, die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften Personen hatten nach Steuern und Sozialabgaben mehr, die andere Hälfte weniger Geld zur Verfügung.

Die Summe liegt zwar leicht über den Werten von 2014 und 2015, aber diese «leicht steigende Tendenz ist noch mit den Ergebnissen der Folgejahre zu bestätigen», wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.

Die Verteilung der Einkommen ist seit 1998 weitgehend stabil, das heisst, die Schere zwischen Arm und Reich ist in dieser Zeit nicht weiter auseinandergeklafft. Ablesbar ist das am sogenannten Quintilverhältnis S80/S20, welches die Einkommen der obersten 20 Prozent der Bevölkerung in Beziehung zu jenen der untersten 20 Prozent setzt.

Die Ungleichheit der Primäreinkommen wird durch die sogenannten Sozialtransfers reduziert. Steigt die Ungleichheit, wird sie durch die staatliche Umverteilung, insbesondere durch Sozialleistungen, kompensiert.

Reiche haben 4,4 Mal mehr Geld als Arme

Das ärmste Fünftel der Bevölkerung verfügte 2016 über ein durchschnittliches Äquivalenzeinkommen von 1920 Franken, das reichste Fünftel über 8447 (Äquivalenz-)Franken. Wird der letzte Betrag durch den ersten geteilt, erhält man das sogenannte Quintilverhältnis. 2016 betrug es 4,4, das heisst, die reichsten 20 Prozent verfügten nach den Sozialtransfers über 4,4 Mal mehr Geld als die ärmsten 20 Prozent.

Als zweites Mass bestätigt der sogenannte Gini-Koeffizient den Befund, dass die Ungleichheit durch die Sozialtransfers erfolgreich reduziert wird. In einem Land, in dem eine einzige Person über das gesamte Einkommen verfügt, gälte der Gini-Koeffizient 1. Verfügt jeder Bürger über gleich viel Einkommen, läge der Koeffizient bei 0.

«Je tiefer der Wert, desto gleicher ist die Verteilung», hält das BFS dazu fest. Bei den Primäreinkommen betrug er 2016 etwas über 0,4 Prozent, bei den verfügbaren Einkommen unter 0,3 Prozent. «Die Tendenzen stimmen mit jenen des Quintilverhältnisses überein: leichte Abnahme der Ungleichheit bis 2001, leichte Zunahme von 2003 bis 2007 und von 2009 bis 2013 mit anschliessender Stabilisierung beziehungsweise tendenziell minimem Rückgang der Ungleichheit.»

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