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Länger Mutterschaftsentschädigung für Mütter kranker Babys

Wenn ein krankes Baby nach der Geburt länger als drei Wochen im Spital bleiben muss, soll die Mutter länger Mutterschaftsentschädigung erhalten. Das schlägt der Bundesrat bei der Revision des Gesetzes über den Erwerbsersatz vor.
Länger Mutterschaftsgeld für kranke Babys: Das schlägt der Bundesrat vor, wenn das Kind für mehr als drei Wochen nach der Geburt im Spital bleiben muss. (Bild: KEYSTONE/EPA MTI/ATTILA BALAZS)

Länger Mutterschaftsgeld für kranke Babys: Das schlägt der Bundesrat vor, wenn das Kind für mehr als drei Wochen nach der Geburt im Spital bleiben muss. (Bild: KEYSTONE/EPA MTI/ATTILA BALAZS)

(sda)

Er erfüllt damit einen Auftrag des Parlaments. Das Erwerbsersatzgesetz sieht zwar bereits heute einen Aufschub der Entschädigung vor, wenn ein Neugeborenes länger als drei Wochen in Spital betreut werden muss.

Allerdings ist während des Spitalaufenthalt des Kindes kein Erwerbsersatz für die Mutter vorgesehen, wie der Bundesrat am Freitag schreibt. Auch die Maximaldauer des Aufschubs ist nicht geregelt.

Mit der Gesetzesänderung wird die Dauer der Mutterschaftsentschädigung um maximal 56 Tage auf höchstens 154 Tage verlängert, wenn ein Neugeborenes unmittelbar nach der Geburt mindestens drei Wochen lang im Spital bleiben muss.

Auf die Verlängerung haben nur Mütter Anspruch, die nach dem Mutterschaftsurlaub wieder ins Erwerbsleben zurückkehren. Diese Massnahme entschädigt den Lohnausfall in achtzig Prozent der Fälle sowie das achtwöchige Arbeitsverbot nach der Niederkunft.

Entsprechend angepasst wird auch das Obligationenrecht. Die Mehrkosten durch die Gesetzesrevision schätzt der Bundesrat auf 5,9 Millionen Franken.

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