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Leerstandsquote am Mietwohnungsmarkt steigt - Tessin in Schieflage

Das Negativzinsumfeld führt zu einer Überproduktion und damit zu steigenden Leerstandsquoten am Schweizer Wohnungsmarkt. Dabei entwickeln sich die Leerstände laut einer Studie regional deutlich unterschiedlich. Am stärksten in Schieflage geraten ist das Tessin.
Die Leerstandsquote am Mietwohnungsmarkt steigt. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Leerstandsquote am Mietwohnungsmarkt steigt. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/awp)

Null- und Negativzinsen dürften Investoren noch auf Jahre hinaus begleiten. Daher dürfte noch mehr Kapital in den mit attraktiven Renditen lockenden Immobiliensektor fliessen. Davon ist die Credit Suisse überzeugt, die am Donnerstag den Schweizer Immobilienmonitor veröffentlichte.

Das befeuert die Überproduktion auf dem Mietwohnungsmarkt, was letztlich zu weiter steigenden Leerständen führen wird. 2019 ist die Zahl der leerstehenden Wohnungen bislang bereits um 3'029 auf neu 75'323 Wohneinheiten gestiegen, rechnet die CS vor. Die Leerwohnungsziffer der Mietwohnungen ist somit innert Jahresfrist auf 2,64 Prozent von 2,55 Prozent geklettert und hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Regional hat sich der Anstieg der Leerstände unterschiedlich entwickelt. 47 der 110 Schweizer Wirtschaftsregionen verzeichneten gemäss der CS eine Zunahme der Leerwohnungsziffer, 32 eine Abnahme und die restlichen 31 Regionen eine Seitwärtsbewegung.

Neat Auslöser für Überproduktion im Tessin

In Regionen, die stark vom Überangebot betroffen sind, wie der Kanton Solothurn, der Thurgau und das Tessin liegen die Leerwohnungsziffern teilweise bei über 3 Prozent.

Im Tessin ist die Leerstandsquote bei den Mietwohnungen mittlerweile bei der Marke von 4,44 Prozent angekommen. Den Südschweizer Kanton in Schieflage gebracht haben gemäss CS kräftige Investitionen in den Mietwohnungsbau, die vor dem Hintergrund einer besseren Anbindung des Tessins durch die beiden Basistunnel Gotthard und Ceneri sowie einer attraktiven S-Bahn im Dreieck Bellinzona-Locarno-Lugano erfolgten.

Als sich dann aber nach einer Phase überdurchschnittlicher wirtschaftlicher Dynamik in den Jahren 2012 bis 2015 die Konjunktur abschwächte, konnte das zusätzliche Wohnungsangebot nicht mehr vollständig an den Mann gebracht werden. Dazu gesellte sich auch noch eine seit zwei Jahren schrumpfende Bevölkerung, was der Absorption der rund drei Mal höheren Mietwohnungsproduktion seit 2015 ebenfalls nicht förderlich war.

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