Lenzburger Stapferhaus: «Geschlecht. Jetzt entdecken»

Das Stapferhaus in Lenzburg widmet eine neue Ausstellung dem «Geschlecht». Die Besuchenden sollen auf eine persönliche und gesellschaftliche Entdeckungsreise gehen. Die Ausstellung dauert bis Oktober 2021.

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Auf farbenfrohe und spielerische Art will das Stapferhaus im aargauischen Lenzburg das Thema «Geschlecht» ausleuchten.

Auf farbenfrohe und spielerische Art will das Stapferhaus im aargauischen Lenzburg das Thema «Geschlecht» ausleuchten.

Handout/Stapferhaus
(sda)

«Geschlecht. Jetzt entdecken», so heisst die Ausstellung im neuen Stapferhaus hinter dem Lenzburger Bahnhof. Sie soll eine Entdeckungsreise sein und sinnlichen, inspirierenden Raum für die spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlecht bieten. Eröffnung ist am Sonntag.

Es gehe um Rollen und Arbeit, um Macht und Ordnung, um Schönheitsideale und um Sexualität, schreibt das Stapferhaus. Dabei erhielten alle eine Stimme: Jung und Alt, Frauen, Männer und Menschen dazwischen oder ausserhalb der beiden Kategorien.

Aus dem Eingang blüht eine riesige, farbige Blume: Wer durch sie hindurch ins Stapferhaus tritt, gelangt in eine vielfältige Welt, blickt zuerst tief in den Körper und landet bei Zellen, Chromosomen und Hormonen.

Sobald sich die nächsten Türen öffnen, zeigt sich: Geschlecht ist weit mehr als Biologie. Es ist Kultur und Gesellschaft, Erziehung und Vorbilder, Geschichte und Gegenwart.

Die Besuchenden spazieren durch rosarote und hellblaue Welten. Sie üben sich im geschlechtsspezifischen Posieren - und erfahren, dass Frauen in der Steinzeit jagten und warum Männer früher Stöckelschuhe trugen.

Die Geschlechterfrage mit all ihren Zwischentönen sowie ganz grundsätzlich zu verhandeln, dazu scheine nach fünfzig Jahren Frauenstimmrecht die Zeit reif, hält das Stapferhaus fest.

Wegen der Pandemie lässt das Stapferhaus höchstens 100 Personen gleichzeitig in die Ausstellung, wie es auf Anfrage hiess. Die Ausstellungsfläche betrage mehr als 1000 Quadratmeter - und pro Person stünden mehr als 10 Quadratmeter zur Verfügung. Die Ausstellung sei keine Veranstaltung mit einer Besuchergrenze von 50 Personen.