Letztes Jahr 17 Tote bei Bahnunfällen - 41 Prozent weniger als 2000

Der Trend, dass die Eisenbahn in der Schweiz trotz steigender Verkehrsleistung immer sicherer wird, hat sich auch 2019 fortgesetzt: 60 Bahnunfälle ereigneten sich, 11 weniger als im Jahr davor, 160 weniger als vor 20 Jahren, 560 weniger als vor 50 Jahren.

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Auf einem unbewachten Bahnübergang in Wolfenschiessen (NW) ereignete sich 2014 das letzte grössere Bahnunglück in der Schweiz. Drei Menschen starben, fünf wurden schwer verletzt. Doch Bahnunfälle werden immer seltener: Letztes Jahr wurden 60 registriert, 17 Menschen starben insgesamt.

Auf einem unbewachten Bahnübergang in Wolfenschiessen (NW) ereignete sich 2014 das letzte grössere Bahnunglück in der Schweiz. Drei Menschen starben, fünf wurden schwer verletzt. Doch Bahnunfälle werden immer seltener: Letztes Jahr wurden 60 registriert, 17 Menschen starben insgesamt.

Keystone/SIGI TISCHLER
(sda)

17 Menschen mussten 2019 ihr Leben bei Bahnunfällen lassen - Freitode nicht mitgerechnet. Wie meistens in den letzten 10 Jahren waren keine Reisenden betroffen. 2018 starben 15 Personen bei Bahnunfällen, in den 10 Jahren davor zwischen 13 und 27, wie die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.

Von den Unfällen im Schienenverkehr waren 11 im letzten Jahr Zusammenstösse. Je 5 waren Entgleisungen oder erfolgten an Bahnübergängen. Bei den Getöteten handelte es sich meist um Drittpersonen, die auf den Gleisen ums Leben kamen, in 2 Fällen an Bahnübergängen.

Bahnunfälle, Todesopfer und schwere Verletzungen im Schienenverkehr haben in den letzten 50 Jahren praktisch linear abgenommen. 1970 ereigneten sich noch fast 620 Bahnunfälle mit über 100 Toten und fast 400 Schwerverletzten. 30 Jahre später waren es noch 220 Unfälle mit 29 Toten und 61 Schwerverletzten. Der Rückgang seither betrug gemäss BFS 41 Prozent.