Liebesbeweise an der Grenze oder im Visum-Antrag vorlegen

Seit Montag dürfen sich unverheiratete Paare grenzüberschreitend wieder vereinen. Allerdings müssen die beiden Hälften ihre längerfristige Partnerschaft belegen. So sind etwa Liebesbriefe, E-Mails, Telefonabrechnungen oder Passkopien für vorherige Besuche vorzulegen.

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Eine Ferienbekanntschaft kommt nicht ins Land. Zur Einreise in die Schweiz müssen unverheiratete Partnerinnen und Partner die Beziehung belegen.

Eine Ferienbekanntschaft kommt nicht ins Land. Zur Einreise in die Schweiz müssen unverheiratete Partnerinnen und Partner die Beziehung belegen.

KEYSTONE/URS FLUEELER
(sda)

Mindestens ein vorheriger Besuch in der Schweiz oder im Ausland vor den wegen der Covid-19-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen muss belegt sein, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Montag ausführte. Als Beweis zählt eine Passkopie mit Ein- oder Ausreisestempel.

Neben dem Besuchsbeweis sind weitere Dokumente nötig. So muss eine schriftliche Einladung des in der Schweiz wohnhaften Partners mit Passkopie oder Niederlassungsbewilligung vorliegen. Desgleichen ist eine Bestätigung der Partnerschaft nötig. Beide Seiten müssen ihre Partnerschaft in einem Brief oder gescannten Dokument bezeugen.

«Längerfristige Lebenspartnerschaft» belegen

Vorzulegen sind ferner Dokumente, die eine «längerfristige Lebenspartnerschaft» belegen. Dabei nennt das Departement etwa Briefe oder E-Mails, Kontakte aus sozialen Medien, Telefonabrechnungen, Flugtickets, Fotos und ähnliches. Reine Ferienbekanntschaften berechtigen damit nicht zur Einreise, wie das EJPD festhält.

Wer ein Visum braucht, muss diese Belege im Visumsverfahren einreichen. Besteht keine Visumspflicht, müssen die Belege an der Grenze vorgezeigt werden. Auslandvertretungen können Bescheinigungen zur Einreise gebührenfrei ausstellen, sollte eine Reise in die Schweiz ohne eine derartige Bescheinigung nicht möglich sein.

Kommen Partnerin oder Partner mit dem Flugzeug, weist das EJPD darauf hin, dass neben den besonderen Vorschriften auch die normalen Einreisebestimmungen erfüllt sein müssen. Die Fluggesellschaften würden aber selbst entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen sie Passagiere befördern.

Direktflug empfohlen

Dringend empfiehlt das EJPD eine Einreise mit einem Direktflug. Mit der Einreisebescheinigung sei der Transit durch einen fremden Staat nicht gewährleistet. Das hänge von den Einreise- und Transitbestimmungen des jeweiligen Landes ab.

Geht es um einen Aufenthaltstitel für Konkubinatspartnerinnen oder -partner von Schweizern oder Ausländern mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung, sind die kantonalen Migrationsämter zuständig. Das gilt auch für die Vorbereitung einer Ehe oder die Beurkundung einer eingetragenen Partnerschaft.