Liechtensteinischer Erbprinz Alois auf Staatsbesuch in Bern

Der Bundesrat hat am Mittwoch in Bern den liechtensteinischen Erbprinzen Alois zu einem offiziellen Staatsbesuch empfangen. Beide Seiten bekräftigten die engen und freundschaftlichen Beziehungen der Nachbarstaaten. Sie wollen diese Beziehungen weiter vertiefen.

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In Reih und Glied: Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein schreitet die Ehrengarde auf dem Berner Münsterplatz ab. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
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Gespräch nicht nur mit dem Bundesrat: Erbprinzessin Sophie und ihr Gatte Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein auf Staatsbesuch in Bern. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Feierlicher Empfang unterm Regenschirm: Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein (rechts) mit Bundespräsident Ueli Maurer in der Kramgasse in Bern. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Geschenkaustausch unter Freunden: Bundespräsident Ueli Maurer (links) mit Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein im Hotel Bellevue in Bern. Die Langlaufskis sind für Maurer, die Alpinskis für den Erbprinzen. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Mit Schirmen auf dem Roten Teppich: Das Erbprinzenpaar, die Schweizer Landesregierung, Weibel und andere Offizielle beim Staatsempfang. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

In Reih und Glied: Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein schreitet die Ehrengarde auf dem Berner Münsterplatz ab. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

(sda)

Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und seine Gattin Erbprinzessin Sophie wurden vom Gesamtbundesrat auf dem Münsterplatz in Bern mit militärischen Ehren empfangen.

Im Zentrum der offiziellen Gespräche standen die Würdigung der 100-jährigen bilateralen Beziehungen und europäische Themen, wie der Bundesrat mitteilte.

Am offiziellen Arbeitsgespräch nahmen auf schweizerischer Seite nebst Bundespräsident Ueli Maurer auch Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Karin Keller-Sutter teil. Zur Delegation aus Liechtenstein gehörten Regierungschef Adrian Hasler, Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch sowie Regierungsrätin Aurelia Frick.

Innige Beziehungen

Bundespräsident Ueli Maurer erklärte, dass sich die beiden Länder kaum näher stehen könnten. Seine Durchlaucht der Erbprinz wies darauf hin, dass Liechtenstein vor hundert Jahren eine Gesandtschaft in Bern eröffnete und die Schweiz seither liechtensteinische Interessen im Ausland vertritt.

Ebenfalls vor hundert Jahren starteten die Verhandlungen zum wichtigsten bisherigen bilateralen Vertrag der beiden Länder, dem Zollvertrag. Heute gibt es über 100 Verträge zwischen Liechtenstein und der Schweiz. Das Fürstentum Liechtenstein feiert 2019 sein 300-jähriges Bestehen.

Internationale Regelungen zentral

Auf der Traktandenliste standen weiter Herausforderungen, von denen beide Länder gleichermassen betroffen sind, namentlich der digitale Wandel, die Migration sowie Finanz- und Steuerfragen. Die Mitglieder des Bundesrates und die liechtensteinische Delegation unterstrichen die Bedeutung internationaler Regelungen im Finanzbereich und bei der Migration.

Zum Ausklang des ersten Tages des Staatsbesuchs fand am Abend ein Gala-Dinner in Bern statt. Den zweiten Tag, den Donnerstag, verbringen der Bundespräsident und das Erbprinzenpaar in der Westschweiz.

Sie besuchen die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) und ein Forschungszentrum, das unter anderem vegane Lebensmittel entwickelt. Der Staatsbesuch endet am Nachmittag nach einer Schifffahrt auf dem Genfersee in Vevey VD.

Quiz

Der Erbprinz ist da - Wie gut kennen Sie Liechtenstein?

Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein ist für einen zweitägigen Staatsbesuch  in der Schweiz eingetroffen. Neben Bundespräsident Ueli Maurer wird er Aussenminister Ignazio Cassis und Justizministerin Karin Keller-Sutter zu Gesprächen treffen. Kennen Sie sich aus im Fürstentum? Beweisen Sie sich im Ländle-Quiz!
Roger Braun