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Luzerner Theater eröffnet neue Saison mit alter Dame

Die vierte Spielzeit unter Intendant Benedikt von Peter am Luzerner Theater steht unter dem Motto «Zeit der Zukunft». Sie ist geprägt von berühmten Namen, unterschiedlichen Spielorten und vielen Frauen. Zum Auftakt kommt Dürrenmatts alte Dame zu Besuch.
Das Luzerner Theater an der Reuss stellt die kommende Saison unter das Motto «Zeit der Zukunft». (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Das Luzerner Theater an der Reuss stellt die kommende Saison unter das Motto «Zeit der Zukunft». (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Die offizielle Eröffnung der Saison 19/20 feiert das Luzerner Theater am 7. September. Die Rolle der Claire Zachanassian im Stück «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt übernimmt Delia Mayer, die bereits im Luzerner «Tatort» zu sehen war, wie das Theater am Dienstag mitteilte.

Bekannt aus Film und Fernsehen ist auch die Berner Schauspielerin Heidi Maria Glössner. Sie spielt die Prinzessin in Paul Abrahams Operette «Märchen im Grand Hotel». Das Luzerner Theater bringt das Stück in Kooperation mit dem Hotel Schweizerhof zur Aufführung.

Klingend ist auch der Name der Gewinnerin des deutschen Buchpreises Melinda Nadj Abonji. Die ungarisch-schweizerische Schriftstellerin hat die Bearbeitung des Euripides-Werks «Troja» geschaffen, das Regisseur Ingo Berk als erste Premiere im Jahr 2020 zeigen wird. Mit der titelgebenden «Salome» im Bühnenwerk von Richard Strauss unter der Leitung des deutschen Regisseurs Herbert Fritsch rückt eine weitere Frau in den Fokus.

Waldwanderung

Ebenfalls eine Dame steht im Zentrum, wenn die Sparte Tanz am 26. September die Spielzeit aufnimmt. Die Choreografie von Gustavo Ramirez Sansano folgt der Musik von Georges Bizets Carmen. Es spielt das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Clemens Heil.

Mit dem Sinfonieorchester arbeitet das Theater bereit vor dem offiziellen Saisonstart zusammen für eine «Ouverture dans la nuit», eine philosophisch-musikalische Waldwanderung am 21. August. Auf dem Europaplatz vor dem KKL ist zudem eine Luzerner Version des Musiktheaters «Tonhalle» von Ruedi Häusermann zu sehen.

Intendant von Peter, der auf die Spielzeit 2020/2021 hin ans Theater Basel wechselt, führt auch in seiner vierten Saison in Luzern weiter, was er sich hier auf die Fahne geschrieben hatte: Er experimentiert mit neuen Spielorten und bringt das Theater unter die Leute.

Bester aller Spielorte

So machen sich die drei Sparten Oper, Schauspiel und Tanz auf die Suche nach «dem besten aller Spielorte». Im ehemaligen Tatortstudio in der Viscosistadt spielt «Tatort Frankenstein», auf dem Theaterplatz spielt der Tango mit der Inszenierung von Astor Piazzollas «Maria de Buenos Aires» und schliesslich wird auch das Zeughaus Zeuge einer Tanzperformance.

Das Figurentheater ist ab dem 26. Oktober zu sehen. Die Spielzeit dauert bis am 20. Juni 2020. Das Luzerner Theater zeigt 19 Neuproduktionen, zwei Wiederaufnahmen und ein Gastspiel. Das Motto «Zeit der Zukunft» spielt an auf die Vorbereitung eines Architekturwettbewerbs für einen neuen Theaterbau an der Reuss.

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