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Militärversicherung muss weniger Leistungen ausrichten

Die Militärversicherung hat im vergangenen Jahr weniger Leistungen ausgerichtet. Seit Jahren rückläufig sind die Rentenkosten. Der grösste Teil der Unfälle im Militär passiert beim Sport, Zähne und Knie sind besonders gefährdet.
Zeitvertreib während der Aushebung: Mannschaftssport und insbesondere Fussball von Armeeangehörigen bescheren der Militärversicherung eine grosse Zahl von Unfallmeldungen. (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Zeitvertreib während der Aushebung: Mannschaftssport und insbesondere Fussball von Armeeangehörigen bescheren der Militärversicherung eine grosse Zahl von Unfallmeldungen. (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

(sda)

Insgesamt bezahlte die Militärversicherung 2017 Leistungen in der Höhe von 183,7 Millionen Franken. Das waren knapp 4 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Suva in ihrer Statistik der Militärversicherung schreibt, die sie am Dienstag veröffentlichte. Die Gesamtzahl der versicherten Diensttage blieb mit insgesamt 10 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres.

Registriert wurden mit 40'769 neuen Fällen leicht weniger als im Vorjahr. Der grösste Anteil der laufenden Kosten entfällt mit knapp 86 Millionen Franken auf Renten, dahinter folgen die Heilkosten mit 70 Millionen Franken und die Taggelder mit 27 Millionen Franken.

Aufgrund der Altersstruktur des Rentnerbestandes sind die Renten seit geraumer Zeit rückläufig. Die alten Rentenfälle machen den grössten Teil der Kosten aus.

Gefährlicher Teamsport

Rund 80 Prozent der neu registrierten Fälle sind Unfälle und Krankheiten von Milizangehörigen. Knapp ein Viertel der durch die Militärversicherung anerkannten Unfälle ereignen sich bei der Ausübung einer sportlichen Aktivität und wiederum rund 44 Prozent davon bei der Ausübung von Mannschaftssportarten wie etwa Fussball. Immerhin: Die Zahl der Sportunfälle war 2017 so tief wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Eine weitere zahlenmässig bedeutende Ursachengruppe sind die Stolper- und Sturzunfälle mit 18,7 Prozent. Zahnschäden und Knieverletzungen sind die grössten Gruppen von Unfallverletzungen bei den Milizangehörigen der Armee.

Weniger häufig, dafür überdurchschnittlich teuer sind die 307 Transportmittel- und Verkehrsunfälle. Das kommt einem Anteil von 8,6 Prozent an sämtlichen Unfällen gleich, verursacht aber über 15 Prozent der Kosten.

Gewalt, Waffen und Tiere

Im vergangenen Jahr kam es zudem 50 Mal zu Gewalt oder Tätlichkeit, 105 Unfälle waren auf Tiere zurückzuführen und mit 145 Fällen war die Zahl der Waffenunfälle so gering wie seit Jahren nicht mehr.

Im Durchschnitt der letzten fünf Beobachtungsjahre haben sich jährlich drei Todesfälle von Milizangehörigen während der Dienstzeit ereignet. Das Jahr 2017 lag diesbezüglich genau im Schnitt.

Die Suva führt die Militärversicherung im Auftrag des Bundes. Versichert sind Personen, die im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten Einsätze leisten. Dies sind Militär-, Zivilschutz- und Zivildienstleistende, Teilnehmer an friedenserhaltenden Aktionen des Bundes, Angehörige des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe sowie die Berufs- und Zeitmilitärs.

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