Millionen-Busse für Novartis und Alcon wegen Korruptionsvorwürfen

Der Pharmakonzern Novartis und seine frühere Tochter Alcon zahlen in den USA eine hohe Busse wegen Korruptionsvorwürfen in Griechenland. Die an die US-Behörden zu bezahlende Gesamtsumme beträgt 345 Millionen US-Dollar.

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Novartis-Hauptsitz in Basel.

Novartis-Hauptsitz in Basel.

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
(sda/awp)

Konkret müssen Novartis und Alcon eine Busse von 233 Millionen US-Dollar an das US-Justizdepartement (DoJ) im Zusammenhang mit Verstössen gegen den sogenannten Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) berappen, wie das DoJ am Donnerstabend mitteilte. Eine weitere Zahlung von 112 Millionen US-Dollar geht an die US-Börsenaufsicht SEC.

Der Fall geht schon einige Jahre zurück. Dem Basler Pharmakonzern und seiner früheren Tochter wurde vorgeworfen, Mitarbeiter staatlicher und staatlich kontrollierter Krankenhäuser und Kliniken in Griechenland bestochen zu haben.

Die Tochtergesellschaften von Novartis hätten von Bestechungsgeldern profitiert, die Mediziner, Krankenhäuser und Kliniken dazu veranlasst hätten, Pharmazeutika der Marke Novartis zu verschreiben und chirurgische Produkte von Alcon zu verwenden, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Brian A. Benczkowski gemäss der Mitteilung. Zudem hätten sie ihre Bücher und Aufzeichnungen gefälscht, um diese Bestechungsgelder zu verbergen.