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Mutmassliche da Vinci-Zeichnungen in Genf erstmals öffentlich

Die Bibliothèque de Genève nimmt teil an den Feierlichkeiten zum 500. Todestag des wohl berühmtesten Künstlers der Renaissance, Leonardo da Vinci.
Die mathematische Abhandlung «De Divina Proportione» aus dem Jahr 1498 ist einer der Schätze der Bibliothek Genf. Die Zeichnungen werden Leonardo da Vinci zugesprochen. Dieser Schatz wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Die mathematische Abhandlung «De Divina Proportione» aus dem Jahr 1498 ist einer der Schätze der Bibliothek Genf. Die Zeichnungen werden Leonardo da Vinci zugesprochen. Dieser Schatz wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda)

Zu den Schätzen der Bibliothek zählt eine Abhandlung über Mathematik aus dem Jahr 1498. Die Schrift «De Divina Proportione» enthält 60 ganzseitige Zeichnungen von geometrischen Figuren, die Leonardo da Vinci zugeschrieben werden.

Dieses Manuskript präsentiert die Bibliothek am Samstag und am Sonntag erstmals der Öffentlichkeit; ein wissenschaftlicher Runder Tisch befasst sich mit der Frage, ob die Zeichnungen wirklich von da Vinci stammen.

Anschliessend wird «De Divina Proportione» die Reise nach Rom antreten. Dort, im Museum Scuderie del Quirinale, wird am 13. März eine grosse Ausstellung zu Ehren des Renaissance-Künstlers eröffnet. Das Manuskript aus Genf ist als Leihgabe Teil dieser Ausstellung.

Geschrieben hat «De Divina Proportione» der Franziskanermönch und Mathematiker Luca Pacioli. Durch ein Vermächtnis des Genfer Theologen Ami Lullin gelangte die Abhandlung 1756 nach Genf. 1992 bis 1996 wurde das Werk umfangreich restauriert.

Luca Pacioli hatte seine Schrift in Mailand am Hof von Herzog Ludovic Sforza verfasst und sich dort bei dieser Gelegenheit mit Leonardo da Vinci angefreundet. In seiner Abhandlung erwähnte er den Namen des Künstlers und schrieb ihm die Zeichnungen zu. Dennoch ist umstritten, ob da Vinci wirklich der Urheber ist.

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