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Nationalrat will Landeshymne nur zu Legislaturbeginn singen

Der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner hat dem Nationalrat vergeblich vorgeschlagen, künftig zu Beginn jeder Sessionen die Landeshymne zu singen. Aus Sicht der Ratsmehrheit reicht es aus, wenn der Schweizerpsalm am Anfang einer Legislatur gesungen wird.
Eine Landeshymne pro Legislatur genügt: Der Nationalrat will den Schweizerpsalm nicht zu Beginn jeder Session singen. (Bild: Keystone/PETER KLAUNZER)

Eine Landeshymne pro Legislatur genügt: Der Nationalrat will den Schweizerpsalm nicht zu Beginn jeder Session singen. (Bild: Keystone/PETER KLAUNZER)

(sda)

Die Landeshymne solle auch im Bundeshaus eine Würdigung erfahren, argumentierte Glarner in seiner Motion. Das gemeinsame Singen wirke vereinend und solle die patriotischen Gefühle der Ratsmitglieder ansprechen.

Um die Kosten tief zu halten, könne die Musik kostengünstig über die Lautsprecher eingespielt werden - ein Orchester wäre nicht "oder allenfalls nur zu Legislaturbeginn" erforderlich. Mit der Form der musikalischen Einspielung wären die Ratsmitglieder frei, die Hymne mitzusingen.

Glarners Ratskollegen und -kolleginnen liessen sich mit Ausnahme der SVP-Fraktion jedoch nicht überzeugen. Sie sagten mit 115 zu 64 Stimmen bei 2 Enthaltungen Nein zum Vorschlag. Zu einem früheren Zeitpunkt war bereits Yvette Estermann (SVP/LU) mit einem ähnlichen Anliegen gescheitert.

Damit bleibt die bisherige Praxis bestehen, die Landeshymne nur beim Legislaturbeginn zu singen. Dieses Ritual hatte die grosse Kammer mit Annahme einer Motion von Ada Marra (SP/VD) beschlossen. In der Folge wurde 2011 die 49. Legislatur zum ersten Mal mit der Landeshymne eröffnet.

Bewährte Praxis

Dieser Entscheid habe sich 2015 bei der Eröffnung der 50. Legislatur bewährt, sagte am Montag eine Sprecherin des Ratsbüros. Der Legislaturbeginn erfahre auf diese Weise eine zusätzliche Würdigung und unterstütze auch dessen feierlicher Charakter.

Zum Auftakt einer ordentlichen Session sei diese Feierlichkeit im Allgemeinen aber nicht gegeben, da die Tagesordnung nicht darauf ausgerichtet sei. In den Augen des Büros käme dem Singen der Landeshymne in diesem Kontext - insbesondere beim Abspielen einer Tonaufnahme - nicht "die ihr zustehende Würde" zu.

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