Nationalratspräsidentin Carobbio will in den Ständerat

Die Tessiner Sozialdemokraten haben Nationalratspräsidentin Marina Carobbio am Sonntag offiziell als Ständeratskandidatin nominiert. Carobbio gehört der Grossen Kammer seit 12 Jahren an.

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Für die Tessiner Sozialdemokraten soll im Oktober endlich die Stunde für einen Sitz im Ständerat schlagen. Schaffen soll diesen historischen Schritt die amtierende Nationalratspräsidentin Marina Carobbio. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Für die Tessiner Sozialdemokraten soll im Oktober endlich die Stunde für einen Sitz im Ständerat schlagen. Schaffen soll diesen historischen Schritt die amtierende Nationalratspräsidentin Marina Carobbio. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

(sda)

Die Doppelkandidatur von Carobbio für die Eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober wurde von der Tessiner SP an der Delegiertenversammlung in Rivera abgesegnet. Die SP möchte im Herbst erstmals überhaupt einen Sitz für den Kanton in der Kleinen Kammer erobern.

2011 hatte Franco Cavalli den Sprung ins Stöckli für die Tessiner SP knapp wie nie verpasst: im zweiten Wahlgang fehlten ihm lediglich knapp 800 Stimmen. Carobbio wäre auch die erste Frau überhaupt, die das Tessin in den Ständerat delegieren würde.

Derzeit wird der Kanton Tessin im Ständerat mit Fabio Abate (FDP) und Filippo Lombardi (CVP) von zwei bürgerlichen Männern vertreten. Seit 1848 schickte der Souverän im Tessin ausschliesslich männliche Vertreter der FDP, CVP, Lega und KVP (Schweizerische Konservative Volkspartei) in die Kleine Kammer nach Bern.