NEC übernimmt Bankensoftwarefirma Avaloq

Die in Freienbach SZ domizilierte Softwarefirma Avaloq bekommt einen neuen Besitzer. Der neue Eigentümer ist der japanische IT-Konzern NEC, wie Avaloq und NEC in der Nacht auf Montag gemeinsam bekanntgaben.

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Der japanische IT-Konzern NEC kauft die Schweizer Software-Firma Avaloq.

Der japanische IT-Konzern NEC kauft die Schweizer Software-Firma Avaloq.

KEYSTONE/AP/SHIZUO KAMBAYASHI
(sda/reu)

NEC strebe die 100-prozentige Übernahme der Aktien von den derzeitigen Avaloq-Besitzern an, hiess es weiter. Somit steigen insbesondere der Ankeraktionär Warburg Pincus, der rund 45 Prozent von Avaloq halte, von seinem Investment aus.

Der Wert der Transaktion beläuft sich laut dem Communiqué auf 2,05 Milliarden Franken. Die Übernahme solle bis April 2021 abgeschlossen sein und stehe unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Zu den Kunden von Avaloq zählen viele Kantonalbanken, etwa jene in Luzern, Basel und St.Gallen, sowie unter anderem die Raiffeisengruppe.

Schweiz bleibt Standort

Zuvor hatte bereits Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf Insider von einer möglichen Avaloq-Übernahme durch NEC berichtet. Avaloq war durch einen Spin-off von Martin Ebners BZ-Gruppe hervorgegangen und beschäftigt derzeit über 2000 Mitarbeiter. Der Umsatz im vergangenen Jahr beträgt rund 610 Millionen Franken. Gründer ist der gebürtige Luzerner Francisco Fernandez. Mit der Übernahme treibe NEC seinen weltweiten Einstieg in digitale Finanzsoftware voran, hiess es zur Begründung der Übernahme.

Avaloq werde weiterhin als eigenständige Einheit mit Hauptsitz in der Schweiz operieren, teilten die Unternehmen zudem mit. Die Transaktion werde ausserdem nicht zu einem Personalabbau führen und das Management stehe geschlossen hinter Avaloqs Wachstumsstrategie.