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Neue biologische Bekämpfungsmittel gegen einen Maisschädling

Biologen der Universität Neuenburg haben entdeckt, dass bestimmte Würmer und Bakterien Maispflanzen vor dem Maiswurzelbohrer schützen könnten. Dies könnte die Verwendung von Pestiziden reduzieren.
Ein vom Maiswurzelbohrer betroffenes Maisfeld. (Bild: KEYSTONE/KARL MATHIS)

Ein vom Maiswurzelbohrer betroffenes Maisfeld. (Bild: KEYSTONE/KARL MATHIS)

(sda)

Der Maiswurzelbohrer ist in Nordamerika der verbreitetste Schädling, der Mais befällt. Die Larven fressen die Wurzeln der Maispflanzen und verursachen grosse Schäden. Die Ernteverluste in Nordamerika belaufen sich auf rund zwei Milliarden Franken, in Mittel- und Osteuropa auf 570 Millionen.

Gemeinsam mit US-Kollegen der University of Missouri haben Neuenburger Forschende entdeckt, das kleine Würmer im Erdreich (Nematoden genannt) und Bakterien der Gattung Pseudomonas die Larven des Maiswurzelbohrers neutralisieren. Da es sich um natürliche Bekämpfungsmittel handelt, liesse sich damit der Einsatz von Pestiziden reduzieren, schrieb die Uni Neuenburg am Donnerstag in einer Mitteilung.

Für ihre Studie führten die Forschenden um Geoffrey Jaffuel drei Jahre lang Tests auf Versuchsparzellen in Missouri, USA, durch, wo der Käfer besonders verbreitet ist. Die Parzellen behandelten sie mit den Nematoden oder den Bakterien und prüften, wie stark die Wurzeln der Maispflanzen von Larven des Maiswurzelbohrers zerfressen wurden.

In zwei von drei Versuchen hatten die Wurzeln in den behandelten Parzellen weniger Frassschäden als auf Kontrollflächen, wie die Uni Neuenburg schrieb. Die Bakterienbehandlung trug ausserdem dazu bei, das Überleben der Schädlinge zu reduzieren, deren Gewicht unter dem Durchschnitt lag. Dies berichten die Wissenschaftler im Fachblatt «Scientific Reports».

Für den Einsatz in der Praxis brauche es allerdings noch weitere Arbeit, insbesondere die Weiterentwicklung von Methoden für eine effiziente Behandlung der Felder.

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