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Neue Karte soll Hochwassergefahr in der Schweiz vermindern

Überschwemmungen gibt es nicht nur, weil Gewässer über die Ufer treten. Auch Regen, der nicht im Boden versickert und über das offene Gelände abfliesst, kann zu Hochwasser führen. Eine neue gesamtschweizerische Karte soll helfen, diese Gefahr zu vermindern.
Mitte Juni suchte ein heftiges Unwetter Lausanne heim. Der sintflutartige Regen führte zu Überschwemmungen von zahlreichen Strassen, Wohnhäuser und Geschäften. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Mitte Juni suchte ein heftiges Unwetter Lausanne heim. Der sintflutartige Regen führte zu Überschwemmungen von zahlreichen Strassen, Wohnhäuser und Geschäften. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Dieses Oberflächenwasser verursacht bis zu 50 Prozent der Schäden durch Hochwasser. Wegen des Klimawandels ist dieses Phänomen in den vergangenen Jahren vermehrt aufgetreten.

Ein Beispiel dafür ist das heftige Unwetter mit Rekordregen in Lausanne vor rund drei Wochen. Mehrere Strassen, Unterführungen, Wohnhäuser und Geschäfte wurden überschwemmt. Verletzt wurde niemand, aber es entstand Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu), der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) und die Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG) haben die neue Gefährdungskarte am Dienstag in Bern vorgestellt.

Mit dem wärmeren Klima sei mit heftigeren und häufigeren Niederschlägen und somit auch mit mehr Oberflächenabfluss zu rechnen, teilte das Bafu mit. Die neue Karte helfe der Schweiz, sich an den Klimawandel und diese Phänomene anzupassen.

Zwei Drittel der Gebäude gefährdet

Die gemeinsam von öffentlicher und privater Hand erarbeitete Karte zeigt, welche Gebiete gefährdet sind und wie tief sie unter Wasser stehen können. Demnach sind rund zwei Drittel der Gebäude in der Schweiz potenziell von Oberflächenabfluss betroffen.

Die Karte dient Architekten, Bauherren und Behörden bei der Planung von Schutzmassnahmen. An Gebäuden können relativ einfache Massnahmen das Wasser abhalten und so Schäden vermeiden.

So kann man zum Beispiel Lichtschächte erhöhen oder Sperren bei Einfahrten von Tiefgaragen anbringen. Werde der Schutz vor Oberflächenabfluss bei einem Bauprojekt bereits in der Planungsphase berücksichtigt, entstünden keine oder nur geringe Mehrkosten, teilte das Bafu mit.

Der Kanton Luzern verwendet die Karte seit zwei Jahren und zieht eine positive Bilanz. Die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz steht nun allen Kantonen, Versicherungen, Bauherren und allen weiteren interessierten Kreisen online unter www.mao.geo.adminch.ch frei zur Verfügung.

www.map.geo.admin.ch

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