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Toggenburger Bergbahnen-Streit: Neuer Vorschlag aus Wildhaus

Mit einem neuen Vorschlag streben die Bergbahnen Wildhaus eine Lösung des Bergbahnen-Streits an, der seit 2015 im Toggenburg tobt. Ab der Wintersaison 2019/2020 soll es neben dem regionalen Skipass Wildhaus-Chäserrugg auch örtliche Billette geben.
Ein neuer Vorschlag aus Wildhaus SG soll eine Lösung bringen im Tarifstreit zwischen den Bergbahnen Wildhaus und den Toggenburg Bergbahnen im benachbarten Unterwasser-Alt St. Johann SG. Auf dem Spiel stehen die regionalen Tickets für die verbundenen Skigebiete. (Bild: Bergbahnen Wildhaus)

Ein neuer Vorschlag aus Wildhaus SG soll eine Lösung bringen im Tarifstreit zwischen den Bergbahnen Wildhaus und den Toggenburg Bergbahnen im benachbarten Unterwasser-Alt St. Johann SG. Auf dem Spiel stehen die regionalen Tickets für die verbundenen Skigebiete. (Bild: Bergbahnen Wildhaus)

(sda)

Eine Einigung zwischen den Bergbahnen Wildhaus (BBW) und den Toggenburg Bergbahnen (TBB) im benachbarten Unterwasser-Alt St. Johann scheiterte bisher an der Verteilung der Einnahmen aus den gemeinsamen regionalen Skibilletten. Die Vorstellungen der beiden Nachbarn und Konkurrenten lagen zu weit auseinander.

Am Freitag schlug die Führung der BWW an einer Medienkonferenz in Wildhaus vor, neben den regionalen Tickets auch lokale Skipässe für beide Gebiete zu verkaufen. Die Verteilung des regionalen Tarifpools soll künftig nach einem fixen Schlüssel geschehen - 54 Prozent für TBB und 46 Prozent für BBW.

«Gemeinsames Ziel soll sein, dass beide Bergbahnen eigene attraktive Angebote erstellen und somit die Kundenerwartungen in hohem Masse erfüllen können», heisst es im Communiqué der Bergbahnen Wildhaus. Die neue Regelung soll ab Winter 2019/2020 gelten, nachdem der bisherige Tarifverbund noch bis Sommer 2019 gilt.

Viele lokale Skifahrer

Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass über die Wintersaison nur rund ein Viertel der Gäste die verbundene Skiregion zwischen Wildhaus, Unterwasser, und Chäserrugg nutze. Rund drei Viertel der Gäste bekämen mit der neuen Lösung ein massgeschneidertes Angebot entweder in Wildhaus oder in Unterwasser zu einem etwas tieferen Preis.

Die Aufteilung des regionalen Gesamtumsatzes in einen regionalen und zwei örtliche Teile hätte laut BBW «den willkommenen Nebeneffekt, dass sich die Situation rund um den Verteilschlüssel dramatisch entkrampft». Nur noch ein Viertel von rund acht Millionen Franken Transportertrag müsste gerecht verteilt werden.

Für den verbleibenden regionalen Tarifpool schlagen die BBW einen fixen Verteilschlüssel für fünf Jahre vor. Die TBB sollen 54 Prozent, die BBW 46 Prozent der Einnahmen erhalten. Solch einfache Modell bewährten sich in der Praxis, wie das Beispiel der Destination Lenzerheide-Arosa in Graubünden zeige.

Subventionen blockiert

Die Einigung im Toggenburger Tarifstreit ist eine Voraussetzung dafür, dass der Kanton St. Gallen fünf Millionen Franken an den Ausbau des Skigebiets in Wildhaus zahlt. Diese öffentlichen Gelder sind derzeit blockiert - zum Ärger der Verantwortlichen in Wildhaus. Vermittlungsversuche durch den Kanton scheiterten.

Im vergangenen Dezember hatte sich die Führung der BBW auch offen für eine «Fusion auf Augenhöhe» mit den TBB gezeigt. Die TBB hatte im Mai 2017 ein feindliches Übernahmeangebot für die Wildhauser Bergbahnen lanciert, das bis September 2019 gilt. Der angebotene Preis wurde von den BBW als viel zu tief beurteilt.

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