Neuinfektionen mit Coronavirus in Jugendlager in Graubünden

Im Kanton Graubünden hat sich das Coronavirus in einem Jugendlager mit hundert Personen im Alter zwischen 9 und 13 Jahren ausgebreitet. Sieben Personen infizierten sich mit dem Virus. Dazu kommt noch eine Reihe von Verdachtsfällen.

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In Graubünden sind Neuinfektionen mit dem Coronavirus in einem Jugendlager aufgetreten (Themenbild).

In Graubünden sind Neuinfektionen mit dem Coronavirus in einem Jugendlager aufgetreten (Themenbild).

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
(sda)

Das kantonale Gesundheitsamt teilte am Donnerstag mit, 80 der 100 Jugendlichen wohnten im Kanton Graubünden. Im siebentägigen Lager seien vergangene Woche Darbietungen für ein Abschlusskonzert einstudiert worden. Das Gesundheitsamt wurde eigenen Angaben zufolge am Montag über die Neuinfektionen im Lager informiert.

Einige Teilnehmer des Jugendlagers waren am letzten Wochenende, noch vor Auftreten von Symptomen, weiter in ein anderes Ferienlager gezogen. Die rund 30 Teilnehmer wurden sofort in Quarantäne gesetzt, und das Ferienlager wurde aufgelöst.

Nach Angaben des Gesundheitsamts befinden sich aktuell 14 Personen in Isolation, 196 Personen in Quarantäne sowie zwei Personen in Spitalpflege. Das Gesundheitsamt will wegen steigender Fallzahlen die Kontrollen bei der Umsetzung der Schutzkonzepte verstärken.

Kontaktdaten müssen überprüft werden

Zudem hätten Betreiber beziehungsweise Organisatoren von öffentlichen zugänglichen Betrieben und von Veranstaltungen die erhobenen Kontaktdaten auf die Richtigkeit zu überprüfen. Angegeben werden müssen Name, Vorname und Telefonnummer.

Danach seien die Daten in elektronisch geführten Listen aufzubewahren. Die Kontrolle und die Durchsetzung der Schutzkonzepte obliegen weiter den Gemeinden. Die verschärften Massnahmen werden ergriffen, weil in den letzten Wochen vermehrt Infektionsherde auftraten - vor allem in Unterhaltungs-, Gastronomie- und Freizeitbetrieben.