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Offerten für neues Kampfflugzeug von fünf Kandidaten eingetroffen

Eurofighter, F/A-18 Super Hornet, Rafale, F-35A und Gripen E: Für diese Kampfjets haben die fünf von der Schweiz angefragten Anbieter am Freitag ihre Offerten an armasuisse übergeben. Nun beginnt die Phase der Analyse und Erprobung, wie das VBS mitteilte.
Ein Kampfjet des Typs F-35A im Flug. (Bild: Keystone/EPA/YONHAP)Ein Kampfjet des Typs F-35A im Flug. (Bild: Keystone/EPA/YONHAP)
Ein Kampfjet des Typs F/A-18 Super Hornet bei einer Airshow. (Bild: Keystone/EPA/ANDY RAIN)Ein Kampfjet des Typs F/A-18 Super Hornet bei einer Airshow. (Bild: Keystone/EPA/ANDY RAIN)
Der Gripen E ist in der Auswahl für das neue Schweizer Kampfflugzeug (Bild: Keystone/EPA TT NEWS AGENCY/ANDERS WIKLUND / TT)Der Gripen E ist in der Auswahl für das neue Schweizer Kampfflugzeug (Bild: Keystone/EPA TT NEWS AGENCY/ANDERS WIKLUND / TT)
Der Eurofighter ist einer der Jets, die in der Schweiz zur Auswahl stehen. (Bild: Keystone/EPA/VALDA KALNINA)Der Eurofighter ist einer der Jets, die in der Schweiz zur Auswahl stehen. (Bild: Keystone/EPA/VALDA KALNINA)
Ein Rafale-Kampfjet bei einer Flugschau im September 2017 in Sitten. (Bild: Keystone/CHRISTIAN MERZ)Ein Rafale-Kampfjet bei einer Flugschau im September 2017 in Sitten. (Bild: Keystone/CHRISTIAN MERZ)
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Offerten für neues Kampfflugzeug von fünf Kandidaten eingetroffen

(sda)

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hatte am 23. März 2018 seine Anforderungen veröffentlicht. Basierend auf diesen offerieren die fünf Kandidaten folgende Flugzeuge: Eurofighter (Airbus, Deutschland), F/A-18 Super Hornet (Boeing, USA), Rafale (Dassault, Frankreich), F-35A (Lockheed-Martin, USA) und Gripen E (Saab, Schweden).

Von Februar bis März 2019 erproben die Spezialisten der armasuisse und der Luftwaffe die Flugzeuge in den jeweiligen Simulatoren. Diese Aktivitäten finden bei den Kandidaten statt und laufen parallel zu sogenannten Produkt-Support-Audits. In diesen Audits zeigen die Luftwaffen der Herstellerländer auf, wie die Flugzeuge betrieben und instandgehalten werden und wie die Ausbildung erfolgt.

Im Anschluss erfolgt die Auswertung der Antworten auf den Fragenkatalog, den die Hersteller in der ersten Offerte ausfüllen mussten.

In Payerne zu besichtigen

Parallel dazu werden die Kampfflugzeuge zwischen April und Juli 2019 in Payerne VD einer Flug- und Bodenerprobung unterzogen. Interessierte können die Flugzeuge in Payerne besichtigen: Für Medien und Spotter sind für jeden Flugzeugtyp Besuchstage vorgesehen, für die man sich anmelden muss. Alle Informationen zu den Besuchstagen sind ab Anfang April 2019 auf der Internetseite des VBS ersichtlich.

Die Erkenntnisse aus der Analyse- und Erprobungs-Phase wird armasuisse in Zusammenarbeit mit Armeestab, Luftwaffe, Logistikbasis der Armee und der Führungsunterstützungsbasis in Fachberichten für jeden Kandidaten separat zusammenfassen. Diese Fachberichte sind die Grundlage für einen systematischen und umfassenden Vergleich zwischen den Kandidaten, der im zweiten Halbjahr 2020 durchgeführt wird. Die Fachberichte dienen auch dazu, für jeden Flugzeugtyp die erforderliche Flottengrösse zu bestimmen.

armasuisse wird nach gegenwärtigem Zeitplan auf dieser Grundlage eine zweite Offertanfrage erstellen und den Kandidaten übergeben. Mit den Erkenntnissen aus der zweiten Offerte wird armasuisse die Kandidaten auf Basis der Fachberichte miteinander vergleichen und den Gesamtnutzen pro Kandidat ermitteln.

Dann wird der Evaluationsbericht erarbeitet, in dem der jeweilige Gesamtnutzen den Beschaffungs- und Betriebskosten für 30 Jahre gegenübergestellt wird.

Typenwahl durch Bundesrat

Der Typenentscheid erfolgt durch den Bundesrat. Das Volk soll über die Milliarden für Kampfjets und Fliegerabwehr-Raketen abstimmen, nicht aber über die gewählten Modelle.

Das Paket, das an die Urne kommt, hat der Bundesrat schon letzten November geschnürt. Dieses enthält die neuen Kampfjets, die ab 2025 die F/A-18 ablösen sollen. Neue Boden-Luft-Raketen ersetzen die heute eingesetzten Luftverteidigungssysteme. Die Kosten belaufen sich auf maximal 8 Milliarden Franken.

Welches Kampfflugzeug und welches Luftverteidigungssystem gekauft wird, entscheidet der Bundesrat erst nach der Abstimmung. Damit vermeidet er eine öffentliche Debatte über die Typenwahl und mögliche Mängel. Eine solche Diskussion hatte 2014 den Gripen zum Absturz gebracht.

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