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OVS-Schweiz-Mutter Sempione Fashion geht in Nachlassstundung

Sempione Fashion, die Mutter von OVS in der Schweiz, geht in die Nachlassstundung. Die Gesellschaft, die unter anderem rund 140 OVS-Läden in der Schweiz betreibt, hat beim Bezirksgericht Höfe ein entsprechendes Gesuch eingereicht, das heute bewilligt wurde. Ziel der Nachlassstundung ist es, einen Konkurs zu verhindern.

Trotz des rekordschnellen Umbaus von über 140 Schweizer Filialen im zweiten Halbjahr 2017 sowie der medial wohlwollend aufgenommenen Einführung von OVS in der Schweiz konnte sich die Marke bisher nicht wie geplant im Markt positionieren.

Die anhaltend ungenügenden Umsätze haben zu massiven finanziellen Engpässen geführt und auch nach umfangreichen Anstrengungen, Sparmassnahmen und Investitionen konnte die Gesellschaft keine profitable Basis für ihr Schweizer Geschäft erreichen. Angesichts dieser Umstände hat der Verwaltungsrat der Sempione Fashion AG entschieden, am 28. Mai 2018 beim zuständigen Bezirksgericht Höfe ein Gesuch um Nachlassstundung einzureichen. Das Gericht hat die Nachlassstundung am 30. Mai 2018 bewilligt.

Ziel dieser Nachlassstundung sei es nun, einen Konkurs und damit die sofortige Einstellung des Betriebs zu verhindern, wobei der operative Betrieb für eine beschränkte Dauer aufrecht erhalten bleiben solle. Dies soll primär ermöglichen, einen Liquidationsverkauf der Waren durchzuführen. Zudem sollen in dieser Phase Verhandlungen geführt werden, um einen Teil der Verkaufsfilialen an Dritte zu übertragen.

Entstanden aus Übernahme von Charles Vögele

Der Verwaltungsrat bedauere, keine andere Lösung gefunden zu haben, schreibt das Unternehmen. Erst vor ungefähr zwei Wochen hatte die Gewerkschaft Unia den Modehändler kritisiert und mehr Transparenz und Verhandlungen von diesem verlangt.

Die Unia hatte OVS unter anderem vorgeworfen, die Verpflichtungen bei Massenentlassungen zu umgehen. Die Filialen würden eine nach der anderen geschlossen, so dass immer zu wenige Entlassungen erfolgten, um das bei Massenentlassungen vorgeschriebene Verfahren durchführen zu müssen

Erst Ende 2016 hatte Sempione Fashion zwei Drittel der Schweizer Charles Vögele Filialen übernommen und umgebaut. Doch die neuen OVS-Läden stiessen, wider der Erwartungen des Modekonzerns, auf keinen grossen Anklang.

sda/elo

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