Parmelin und Kirchenbundspräsident predigen gemeinsam

Zum Reformationssonntag haben am Sonntag Bundesrat Guy Parmelin und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher gemeinsam im Zürcher Grossmünster gepredigt. Sie forderten Innovationen in Kirche und Staat.

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Zum Reformationssonntag haben im Zürcher Grossmünster Pfarrer Martin Rüsch, Bundesrat Guy Parmelin und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher gemeinsam einen Gottesdienst gefeiert. (Bild: SEK)

Zum Reformationssonntag haben im Zürcher Grossmünster Pfarrer Martin Rüsch, Bundesrat Guy Parmelin und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher gemeinsam einen Gottesdienst gefeiert. (Bild: SEK)

(sda)

In einer Medienmitteilung spricht der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) in diesem Zusammenhang von einer Premiere in der neueren Schweizer Kirchengeschichte. Die Predigt zum Thema «Innovation in Kirche und Staat: Was eint, was trennt?» hielten die beiden gemeinsam.

Volkswirtschaftsminister Parmelin betonte dabei, Staat und Kirche seien Institutionen, die den Menschen dienten. Die Zukunft der Kirche und des Staates hängten davon ab, ob sie offen seien für Modernisierungen. Dabei gehe es natürlich nicht darum, alles Bisherige aufzugeben, sondern vielmehr offen zu sein für Neues.

Kirchenbundspräsident Locher betonte in seiner Predigt, dass die ständige Erneuerung nicht nur erwünscht, sondern in der Reformation selber angelegt sei. Die Formel «ecclesia semper reformanda» bedeute für die Kirche, sich ständig zu erneuern, ohne dabei jedem Zeitgeist zu folgen. Innovation müsse dabei stets im Dienste der Menschen stehen.

Der Glaube sei ein Stachel im Fleisch der Gleichgültigkeit. Die reformierte Kirche suche immer wieder neue Wege, denn nur so könne sie dem folgen, in dessen Auftrag sie stehe: Jesus Christus.