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Bundesratswahlen: Peter Hegglin bereits einen Schritt weiter im Rennen

Das Kandidatenfeld im Hinblick auf die Bundesratswahl lichtet sich: Am Mittwoch ist der Zuger CVP-Ständerat Peter Hegglin von seiner Partei nominiert worden. Gleichentags bekundete der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki von der FDP sein Interesse an einer Kandidatur.
Die Ratsweibel verteilen die ausgefüllten Wahlzettel während einer Bundesratswahl auf den Tisch der Stimmenzähler. Am 5. Dezember wird es wieder soweit sein. Noch steht nicht abschliessend fest, wer sich für die zwei freiwerdenden Sitze in der Landesregierung bewerben wird. (Bild: KEYSTONE/POOL BUNDESHAUSFOTOGRAFEN/LUKAS LEHMANN)

Die Ratsweibel verteilen die ausgefüllten Wahlzettel während einer Bundesratswahl auf den Tisch der Stimmenzähler. Am 5. Dezember wird es wieder soweit sein. Noch steht nicht abschliessend fest, wer sich für die zwei freiwerdenden Sitze in der Landesregierung bewerben wird. (Bild: KEYSTONE/POOL BUNDESHAUSFOTOGRAFEN/LUKAS LEHMANN)

(sda)

Der Zentralvorstand der CVP des Kantons Zug nominierte Hegglin am Mittwochabend einstimmig zu Handen der Bundeshausfraktion für die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit Hegglin verfüge die CVP Kanton Zug über einen ausgewiesenen Kandidaten, welcher die Voraussetzungen für das herausfordernde Amt des Bundesrates optimal erfülle, heisst es.

Hegglin ist der erste offiziell nominierte CVP-Kandidat einer Kantonalpartei. Er hatte am vergangenen Sonntag das Rennen um die Leuthard-Nachfolge lanciert, indem er in einem Interview seinen Entscheid publik machte.

Ins Feld führt Hegglin seine 30-jährige Erfahrung in der Exekutive und Legislative auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene. Seit 2015 ist er Ständerat. Der 58-Jährige sieht sich als gut vernetzten Brückenbauer, der einen «hohen Beitrag zum Wohlergehen der Schweiz» leisten will.

Vom Bio-Bauernhof in den Regierungsrat

Hegglin wuchs im Kanton Zug auf und absolvierte ursprünglich eine Lehre zum Landwirt. Er führte einen Bio-Bauernhof und schaffte schliesslich den Sprung in den Zuger Kantons- und in den Regierungsrat. Der ehemalige Finanzdirektor ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Neben Hegglin werden weitere Zentralschweizer für die Nachfolge von Bundesrätin Leuthard gehandelt. Dazu zählt auch der Obwaldner CVP-Ständerat Erich Ettlin. Der 56-Jährige aus Kerns will am Donnerstag über eine mögliche Kandidatur informieren, wie er auf Twitter verlauten liess. Der Steuerexperte schaffte 2015 die Wahl in den Ständerat. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Für Donnerstag wird auch der Entscheid der Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter erwartet. Für den Fall, dass sie Interesse an einer Kandidatur bekundet, könnte sie gleich am Abend von ihrer Kantonalpartei nominiert werden, die in Zwingen tagt.

Vorerst noch vom Spitalbett aus verfolgt die Walliser CVP-Nationalrätin Viola Amherd die Entwicklung. Noch ist gemäss ihrer Lokalpartei ungewiss, wann sie das Spital verlassen kann, das sie wegen Nierensteinen aufsuchen musste. Offen bleibt somit, ob sie doch noch ins Rennen steigen wird.

Die Kantonalparteien müssen die Kandidatinnen und Kandidaten bis am 25. Oktober nominieren und der Findungskommission melden. Eine unabhängige Prüfungskommission unternimmt anschliessend eine vertrauliche Personenüberprüfung.

Karussell dreht auch bei der FDP

Nebst dem CVP-Sitz von Doris Leuthard ist auch der Sitz von Johann Schneider-Ammann frei. Das Kandidatenkarussell bei der FDP dreht sich deshalb ebenfalls.

So gab am Mittwoch der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki seine Kandidatur bekannt. Ein Bundesrat habe ein komplexes Jobprofil, sagte Wicki. Er habe sowohl politische wie unternehmerische Erfahrung und ein klar liberales Profil. Er habe bewiesen, dass er Herausforderungen anpacken und bewältigen könne.

Der 54-jährige Wicki war unter anderem Börsenhändler und arbeitete als Geschäftsführer und Verwaltungsrat. Seit 2016 präsidiert er die Branchenorganisation Bauenschweiz. Ständerat Wicki war vor seinem aktuellen Amt Gemeindepräsident in seinem Wohnort Hergiswil NW und von 2010 bis 2016 Baudirektor des Kantons Nidwalden. Er ist mit der ehemaligen Skirennfahrerin Monika Hess verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Bereits Interesse bekundet haben für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann die St. Gallerin Karin Keller-Sutter, die allgemein als Favoritin gilt, sowie der Schaffhauser Christian Amsler. Amsler dürfte an der Versammlung vom Donnerstag von der FDP des Kantons Schaffhausen vorgeschlagen werden. Die Bundesrats-Ersatzwahlen finden am 5. Dezember statt.

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