Polizei verhindert unbewilligte Strassenparty in Bern

In der Stadt Bern haben vorwiegend Jugendliche in der Nacht auf Sonntag eine unbewilligte Strassenparty veranstaltet. Wie Lesereporter gegenüber «20 Minuten» berichteten, sollen mehrere Musikwagen und gut 800 Personen an der Party teilgenommen haben.

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In der Stadt Bern ist es zu einer illegalen Strassenparty gekommen. Die Polizei schritt ein, als sie mit Steinen und Flaschen beworfen wurde.

In der Stadt Bern ist es zu einer illegalen Strassenparty gekommen. Die Polizei schritt ein, als sie mit Steinen und Flaschen beworfen wurde.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER
(sda)

Die Kantonspolizei Bern bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass sich am Samstagabend zahlreiche Personen in Bern bei der Allmend besammelt hätten. Sie hätten Umzugswagen mit Musik und Transparente dabei gehabt und sich zu einem Umzug in Richtung Innenstadt formiert.

Wie eine Lese-Reporterin gegenüber «20 Minuten» berichtete, war die Stimmung zunächst sehr entspannt. Die Menschen tanzten friedlich zur Musik. Nur wenige Teilnehmende an der seien vermummt gewesen, einige hätten sich verkleidet. Alle trügen Mund- und Nasenmasken.

Die Jugendlichen hätten sich um 21.45 Uhr bei der Kleinen Allmend eingefunden. Dann seien immer mehr Musik-Wagen dazugekommen. Nach 22.15 Uhr habe sich der Tross dann langsam Richtung Berner Innenstadt bewegt. Auf einzelnen Wagen seien Transparente mit politischen Botschaften zu sehen gewesen.

Die zunächst friedliche Stimmung kippte, als Partygänger die Polizei mit Steinen und Flaschen bewarfen, Barrikaden errichteten und diese anzündeten. Es sei zu grossen Sachbeschädigungen gekommen. Die Polizei habe Wasserwerfer, Gummischrot und Reizstoff eingesetzt, sagte die Mediensprecherin der Kantonspolizei, Ramona Mock.

Ein Weiterzug des Trosses in die Innenstadt habe verhindert werden können. Insgesamt seien 44 Personen angehalten worden, gab Mock weiter bekannt. Deren Personalien seien überprüft worden. Es habe jedoch keine Festnahmen gegeben. Die Ordnungshüter sperrten während längerer Zeit mehrere Strassen.

Nause: Neues «Tanz dich frei» verhindert

Er sei überzeugt, es sei «gelungen, in der Stadt Bern ein neues 'Tanz dich frei' zu verhindern», sagte der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause am Sonntag zu Keystone-SDA. Am 25. Mai 2013 hatte eine «Tanz dich frei»-Kundgebung in Bern landesweit für Aufsehen gesorgt. Bis zu zehntausend Personen zogen durch Berns Innenstadt und liessen eine Spur der Verwüstung hinter sich.

Der in der Nacht auf Sonntag «durch einen schwarz vermummten Pulk» verursachte Sachschaden belaufe sich vermutlich auf mehrere zehntausend Franken, sagte Nause. Es seien vor allem Scheiben eingeworfen worden.

Offenbar seien Angehörige des sogenannten «Schwarzen Blocks» dabei gewesen, nicht nur aus Bern, sondern auch aus anderen Städten, namentlich aus Zürich. Mehrere vermummte Personen mit Wurfgegenständen seien von der Polizei angehalten worden.

Die Mehrheit der «sicher mehrere hundert» Teilnehmenden sei aber «Party-Volk» gewesen. Wie schon früher sei dieses «als Schutzschild missbraucht» worden.