Prozess in Solothurn: Zehn Jahre Gefängnis für Mord

Wegen Mordes muss ein 57-jähriger Schweizer zehn Jahre ins Gefängnis. Dieses Urteil hat das Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt in Solothurn am Mittwoch gefällt.

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Das Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt in Solothurn verurteilte einen 57-jährigen Schweizer.

Das Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt in Solothurn verurteilte einen 57-jährigen Schweizer.

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
(sda)

Laut dem Gericht hatte er «besonders skrupellos» gehandelt, als er 2017 seinen Schwiegersohn in Gerlafingen SO mit zwei Schüssen tötete. Bei der Tat sei der in Nordmazedonien aufgewachsene Mann ruhig und gelassen geblieben. Sein Geständnis, seine Reue und dass er die Polizei alarmiert hatte, wirkten sich strafmindernd aus.

Am 20. Februar 2017 hatten die Tochter des Verurteilten und ihr Mann miteinander gestritten. Der heute 57-Jährige kam hinzu und schoss aus nächster Nähe auf seinen Schwiegersohn - und zwar an seiner Tochter vorbei.

Auf eine Verurteilung wegen Gefährdung des Lebens, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, verzichtete das Amtsgericht. Der Mann sei davon ausgegangen, dass seine Tochter unversehrt bleibe.

Als der Schwiegersohn bewusstlos auf dem Boden lag, gab der Verurteilte einen zweiten Schuss auf ihn ab. Das Opfer starb in der nachfolgenden Nacht im Spital.