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Räumung des Munitionslagers Mitholz: Bevölkerung kann mitreden

Gut ein Jahr nachdem bekannt wurde, dass vom ehemaligen Munitionsdepot der Armee in Mitholz eine grössere Gefahr ausgeht als bisher angenommen, liegen erste grobe Varianten zur Räumung der Anlage vor.
Eine Granate im Berginnern bei Mitholz. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)Eine Granate im Berginnern bei Mitholz. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Das Gebiet um das ehemalige Munitionslager in Mitholz. In der Fluh sind tonnenweise alte Munition verschüttet. (Bild: KEYSTONE/ADRIAN REUSSER)Das Gebiet um das ehemalige Munitionslager in Mitholz. In der Fluh sind tonnenweise alte Munition verschüttet. (Bild: KEYSTONE/ADRIAN REUSSER)
Der Eingang zum alten Munitionsdepot, das 1947 bei einer Explosion verschüttet wurde. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)Der Eingang zum alten Munitionsdepot, das 1947 bei einer Explosion verschüttet wurde. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Er setzt sich für die Interessen des Dorfs Mitholz ein, Gemeindepräsident Roman Lanz. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)Er setzt sich für die Interessen des Dorfs Mitholz ein, Gemeindepräsident Roman Lanz. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Von einer Explosion im ehemaligen Munitionslager Mitholz könnten auch wichtige Infrastrukturen wie die Bahn betroffen werden. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)Von einer Explosion im ehemaligen Munitionslager Mitholz könnten auch wichtige Infrastrukturen wie die Bahn betroffen werden. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
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Räumung des Munitionslagers Mitholz: Bevölkerung kann mitreden

(sda)

«Unser Ziel ist nach wie vor die Räumung der Anlage», betonte die ehemalige Generalsekretärin des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Brigitte Rindlisbacher am Dienstag. Sie leitet die Arbeitsgruppe, die sich mit der Räumung des ehemaligen Munitionslagers befasst.

Ob das 1947 im Berginnern explodierte Munitionsdepot vollständig oder teilweise geräumt wird, ist nach wie vor offen, wie aus einem der Bevölkerung von Mitholz präsentierten Standbericht der Armee hervorgeht.

Dies hängt von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab, etwa der Lage der Munition, dem Risiko für die Bevölkerung oder der Möglichkeit von Schutzbauten.

«Die Kosten sind für uns kein entscheidendes Kriterium», erklärte Hanspeter Aellig, Projektleiter Variantenevaluation. Zu Kosten und Finanzierung werde es einen politischen Diskurs geben. Hingegen sei die Akzeptanz der Massnahmen in der Bevölkerung ein wichtiger Baustein.

Nach einer grossen Auslegeordnung prüft die Arbeitsgruppe nun sieben Varianten vertiefter auf ihre Machbarkeit und bewertet sie. Ende Februar soll die betroffene Bevölkerung Stellung nehmen können.

«Wir wüssten zu gerne, wo die Munition überall liegt», sagte Aellig zu den Varianten. Doch nach heutigem Stand der Technik gebe es kein Verfahren, das dies möglich macht. «Wir müssen also iterativ und flexibel vorgehen», betonte Aellig.

Gemäss dem Projektleiter soll bei allen Varianten die Kaverne im Tagbau geöffnet werden. Das heisst, der Fels wird von aussen abgetragen, bis man auf die Munition stösst. Dann soll diese möglichst geräumt werden.

Bei einer vollständigen oder teilweisen Räumung der Munition, wird es voraussichtlich zu kürzeren oder längeren Evakuationen der Bevölkerung kommen. In welchem Umfang diese nötig sind, hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob Schutzbauten realisiert werden können. Heute befinden sich laut einer Schätzung noch rund 3500 Bruttotonnen Munition mit mehreren hundert Tonnen Sprengstoff in der verschütteten Anlage.

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