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Robuster Schleim: EPFL erforscht Mikroorganismen unter Gletschern

Forschende der ETH Lausanne (EPFL) wollen die Mikroorganismen der grössten Gletschergewässer weltweit untersuchen. Am Donnerstag stellten sie das soeben gestartete Projekt am Rhonegletscher vor.
Forschende der ETH Lausanne (EPFL) wollen die Mikroorganismen der grössten Gletschergewässer weltweit untersuchen. Am Donnerstag stellten sie das soeben gestartete Projekt am Rhonegletscher vor. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

Forschende der ETH Lausanne (EPFL) wollen die Mikroorganismen der grössten Gletschergewässer weltweit untersuchen. Am Donnerstag stellten sie das soeben gestartete Projekt am Rhonegletscher vor. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

(sda) Vier Jahre lang wollen sich Wissenschaftler zu den grössten Gletscherbächen der Welt in Alaska, dem Himalaya, den Anden, Grönland, Skandinavien, dem Pamir, der Kamschatka, dem Kaukasus, in Neuseeland und den Alpen aufmachen. Der Startschuss für das Projekt fiel am 1. August im Zusammenhang mit der Eröffnung des Forschungszentrums für alpine und extreme Umgebung in Sitten.

Bei ihrer Arbeit, die sie am Donnerstag bei einer Expedition zum Rhonegletscher den Medien vorstellten, geht es den Forschenden um Projektleiter Tom Battin vor allem um die Entnahme von sogenannten Biofilmen. Diese bestehen aus Mikroben und bilden in den Bächen eine dünne, schleimige Schicht an der Oberfläche der Sedimente. Durch DNA-Analysen wollen die Wissenschaftler die Funktionsweise dieser Mikrobengemeinschaften entschlüsseln.

Dabei geht es einerseits darum, wie sich die Kleinstlebewesen an das Leben in Gletscherbächen angepasst haben und andererseits um die Frage, wie es ihnen im Zuge von Klimawandel und Gletscherschmelze zukünftig ergehen könnte und welche Rolle ihnen im Ökosystem der alpinen Fliessgewässer zukommt. Alles dreht sich um die Frage, was - ausser Wasser - verloren geht, wenn die Gletscher weiter schmelzen.

Die erste grössere Expedition des Projekts soll im Februar 2019 starten. Beteiligt sind neben der EPFL auch die Universitäten Zürich und Luxemburg.

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