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Schindler verzeichnet starkes Wachstum in erster Jahreshälfte

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler ist im ersten Halbjahr kräftig gewachsen, wobei alle Regionen und Geschäftsfelder zulegten. Unter dem Strich liess eine Steuerrückzahlung den Konzerngewinn überproportional anschwellen. Auch im Rest des Jahres soll sich der positive Trend fortsetzen.
Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in der ersten Jahreshälfte mehr neue Aufträge in seine Bücher schreiben können sowie auch Umsatz und Gewinn gesteigert. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in der ersten Jahreshälfte mehr neue Aufträge in seine Bücher schreiben können sowie auch Umsatz und Gewinn gesteigert. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda/awp)

Das Management zeigte sich zufrieden: "Wir haben ein breit abgestütztes und gut ausbalanciertes Wachstum erreicht und stärker zugelegt als der Gesamtmarkt", sagte Schindler-Chef Thomas Oetterli am Freitag an einer Telefonkonferenz. Insbesondere Grossprojekte und Aufträge von Schlüsselkunden machte er als Erfolgsfaktoren aus.

Leichter Rückenwind kam auch von der Währungsentwicklung. So verbesserten sich in der Berichtswährung Franken Auftragseingang und Umsatz nämlich um je rund 10 Prozent auf 5,87 bzw. 5,26 Milliarden, während das Wachstum in Lokalwährungen nur jeweils rund 8 Prozent betrug.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT stieg ebenfalls um 10 Prozent auf 613 Millionen Franken und entsprechend blieb die Profitabilität gemessen an der Marge mit 11,7 Prozent stabil. Der Preisdruck und die höheren Materialkosten seien durch Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen kompensiert worden und die höheren Kosten mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben worden. "In zweiten Quartal ist das besser gelungen als zuvor", so der Schindler-Chef.

Deutlich fester, und zwar um knapp ein Viertel auf 516 Millionen Franken, stieg der Konzerngewinn, wobei darin eine einmalige Steuerrückzahlung in Höhe von 55 Millionen enthalten ist.

Materialkosten und Preisdruck kompensiert

Alle Regionen und Geschäftsbereiche legten zu. Beim Auftragseingang lag gemäss Schindler die Region Amerika mit dem grössten Wachstum vorn, beim Umsatz war es die Region EMEA (Europe/Middle East/Africa). Insbesondere auch "entwickelte Märkte" wie Nordeuropa und die USA hätten sich gut entwickelt, sagte Oetterli. Die Erholung in Brasilien verlaufe nur langsam.

Auch Asien entwickelte sich positiv und im wichtigen chinesischen Neuanlagenmarkt hat Schindler die verkauften Stückzahlen und den Umsatz erhöht. Gerade bei grösseren Projekten gebe es hier jedoch hohen Preisdruck. In Indien habe die Nachfrage angezogen und Südostasien habe sich "robust" gezeigt, hiess es.

Auch im operativen Bereich hat das Unternehmen laut Oetterli im ersten Halbjahr wichtige Schritte umgesetzt. Mit dem neuen Rolltreppen-Werk in Pune in Indien und der neuen Fertigung für Rolltreppenstufen in Shanghai in China sei das Produktionsnetzwerk komplettiert worden. Mit der Einführung neuer Modelle soll zudem die Komplexität der Produktpalette reduziert bzw. die Modularität, also der Anteil baugleicher Teile und Komponenten, erhöht werden. Bei der Digitalisierung vermeldet das Unternehmen ebenfalls einen Meilenstein. Sämtliche neu gelieferten Aufzüge werden mit einem "Schindler Ahead"-Cube ausgerüstet, einer Schnittstelle für digitale Instandhaltungs-, Notruf- und Informationsdienste.

Fortsetzung des positiven Trends erwartet

Das Unternehmen rechnet auch für den Rest des Jahres mit Wachstum. "Die Markttrends des ersten Halbjahres dürften sich in der zweiten Jahreshälfte weitgehend fortsetzen", lautete die Einschätzung des Schindler-Chefs. Zuversichtlich stimme auch der hohe Auftragsbestand: Das Orderbuch war per Jahresmitte 8,71 Milliarden Franken schwer. Für das Gesamtjahr wurde das Ziel für das Umsatzwachstum entsprechend angehoben: Neu wird ein Plus von 5 bis 7 Prozent in Lokalwährungen angepeilt, nach zuvor 3 bis 5 Prozent.

Am Ziel, die Profitabilität im Gesamtjahr zu verbessern, wird gemäss Oetterli festgehalten. Dies sei jedoch abhängig vom Produktmix, dem Verhältnis von Neuinstallationen zu Services sowie der Preisentwicklung. In China rechnet Oetterli bei den Neuinstallationen mit einer stabilen Marktentwicklung bei anhaltend hohem Preisdruck. Dies soll durch eine höhere Produktivität abgefangen werden.

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