Schlechte Sicht erschwert Handgranaten-Suche im Rotsee

Rund 20 Handgranaten haben Taucher vom Grund des Rotsees geholt. Wegen der schlechten Sicht konnten sie aber weniger Munition bergen als vorgesehen. Die Handgranaten liegen seit der Explosion einer Fabrik 1916 im Wasser und sind dort ungefährlich.

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Die Luzerner Wasserpolizei, Polizeitaucher und die Schweizer Armee waren im Einsatz bei der Bergung der Handgranaten.
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Polizeitaucher übergeben der Schweizer Armee die geborgenen Handgranaten im Rotsee.
Ein Muster einer Handgranate während der Bergungsaktion im Rotsee in Luzern.

Die Luzerner Wasserpolizei, Polizeitaucher und die Schweizer Armee waren im Einsatz bei der Bergung der Handgranaten.

KEYSTONE/URS FLUEELER
(sda)

Schätzungsweise 10'000 Handgranaten des Typs Siegwart DHG 16 wurden damals in den See spediert, als an jenem 20. Oktober das Magazin der gleichnamigen Fabrik explodiert war. Fünf Personen starben. Seither werden immer wieder Handgranaten vom Seegrund geborgen, so auch Anfang September, wie die Luzerner Polizei am Donnerstag mitteilte.

Spezialisten der Luzerner Polizei und der Schweizer Armee gingen seit Dienstag auf mehrere Tauchgänge im Bereich südwestlich der Rotsee-Badi. Sie lokalisierten, markierten und bargen dabei rund 20 Handgranaten.

Aufgrund der schwierigen Tauchverhältnisse, insbesondere wegen der schlechten Sicht, konnten sie weniger Handgranaten bergen als ursprünglich geplant. Der Einsatz sei aber ohne Zwischenfälle verlaufen.

Nass ungefährlich

Nach Hinweisen eines Magnetfischers waren bereits im vergangenen Dezember ein Dutzend Handgranaten geborgen worden. Die Fundstellen liegen bis zu 15 Meter tief in der Nähe der Rotsee-Badi.

Laut Experten sind die Handgranten für die Bevölkerung ungefährlich, solange sie im Wasser liegen. Wenn das Zündsystem der Granaten nass sei, könne diese nicht ausgelöst werden. Werden die Handgranaten aber aus dem Wasser genommen und trocknen aus, bestehe die Gefahr einer Auslösung wieder.