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Schweiz verzichtet auf Gastgeberrolle für Uno-Klimakonferenz

Der Bund hat sich gegen eine Ausrichtung der Uno-Klimakonferenz (Cop26) in Genf 2020 ausgesprochen. Die Genfer Regierung hatte zuvor ihr Interesse an der Organisation des Treffens bekundet.
Die Klimakonferenz versammelt jährlich Vertreter aller Vertragsstaaten der Uno-Klimarahmenkonvention. Genf hatte Interesse an einer Gastgeberolle im Jahr 2020. (Bild: Keystone/EPA/CHRISTIAN BRUNA)

Die Klimakonferenz versammelt jährlich Vertreter aller Vertragsstaaten der Uno-Klimarahmenkonvention. Genf hatte Interesse an einer Gastgeberolle im Jahr 2020. (Bild: Keystone/EPA/CHRISTIAN BRUNA)

(sda)

Ein Antrag der Schweiz für die Ausrichtung des Klimagipfels im Jahr 2020 sei nicht angebracht, bestätigte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Freitag eine Meldung des Westschweizer Radios RTS.

«Im Prinzip findet eine Cop (Conference of the Parties) zum Klimawandel in dem Land statt, das den Vorsitz innehat», sagte Uvek-Sprecher Dominique Bugnon der Agentur Keystone-SDA auf Anfrage.

Es sei tatsächlich vorgesehen, dass der Vorsitz der Cop26 der Gruppe «Westeuropa und andere Staaten» übertragen werde. Aber Italien habe bereits seine Kandidatur angekündigt. Auch Grossbritannien und die Türkei hätten ihr Interesse angemeldet, falls Rom verzichte, sagte Bugnon.

Entscheidung in Katowice

Grundsätzlich wird das Land als Veranstalter ausgewählt, das sich als erstes beworben hat. Eine Entscheidung muss im polnischen Katowice, getroffen werden, wo ab Sonntag bis zum 14. Dezember die Cop24 stattfindet.

Hinzu kommt nach Ansicht des Uvek die kurze Zeit, die für die Organisation einer solchen Veranstaltung zu Verfügung steht. «Eine Cop beinhaltet 20'000 Teilnehmer, ein Budget von 150 bis 200 Millionen Franken und zahlreiche Mitarbeiter, die wir nicht haben», erklärte Bugnon. «In diesem Zusammenhang erscheint es uns nicht angemessen, dass wir uns für eine Kandidatur der Schweiz zu bewerben»

Ende Oktober bestätigte das Uvek, dass der frühere Genfer Regierungspräsident das Interesse seines Kantons für die Durchführung der Cop26 angemeldet hatte.

Rückzug Brasiliens

Die Cop versammelt jährlich Vertreter aller Vertragsstaaten der Uno-Klimarahmenkonvention, die 1992 auf dem Erdgipfel von Rio verabschiedet worden war.

Nach der Cop24 in Polen hätte eigentlich Brasilien die Cop25 organisieren sollen. Aber Ende Oktober kündigte das südamerikanische Land an, dass es den Gipfel nicht ausrichten werde. Der designierte Präsident und Rechtsaussen-Politiker Jair Bolsonaro ist bekannt für seine umstrittenen Positionen zum Thema Umwelt.

Der Veranstaltungsort für die Cop25, die vom 11. bis 22. November 2019 stattfinden soll, muss deshalb noch festgelegt werden.

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