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Schweizer Unternehmen sind fest in Männerhand

Frauen sind in der Geschäftsleitung von Schweizer Unternehmen immer noch kaum vertreten. Bei über der Hälfte der Firmen ist keine einzige Frau im obersten Management anzutreffen. Etwas besser sieht es in den Verwaltungsräten aus.
Frauen sind im Top-Management, hier Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin, immer noch deutlich untervertreten. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Frauen sind im Top-Management, hier Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin, immer noch deutlich untervertreten. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda/awp)

Schweizer Firmen sind eigentlich «Männerkonzerne». Denn in 55 Prozent der 130 untersuchten Schweizer Unternehmen ist keine einzige Frau in der Geschäftsleitung zu finden. Dies der Befund einer am Donnerstag vom Beratungsunternehmen Doit-smart veröffentlichten Studie.

Zu den wenigen löblichen Ausnahmen gehören Unilever Schweiz und das Biopharmaunternehmen Biogen Schweiz, die beide einen Frauenanteil von 50 Prozent im obersten Management und damit auch gleichzeitig die höchste Quote in ihrer jeweiligen Branche ausweisen.

Bundesnahe Betriebe eher frauenfreundlich

In den Branchen Industrie und Versicherung stechen Adval Tech mit einer Frauenquote von 33 Prozent und AXA Versicherungen mit 22 Prozent hervor. Auch bundesnahe Unternehmen können sich mehrheitlich noch zu den frauenfreundlichen Arbeitgebern mit einem Frauenanteil von 11 Prozent (Finma) bis 29 Prozent (Schweiz Tourismus) im Leitungskader zählen.

Besser als in den Geschäftsleitungen sieht es in den Verwaltungsräten aus. Immerhin sitzt bei 73 Prozent der recherchierten Firmen mindestens eine Frau im Aufsichtsgremium. Insgesamt scheint gemäss Doit-smart aber in rund 20 Prozent der untersuchten Unternehmen die Geschlechterparität überhaupt keine Rolle zu spielen - weder in der Geschäftsleitung noch im Verwaltungsrat sind Frauen anzutreffen.

Ausgeprägte Stereotypen

Dass die Präsenz von Frauen in den Schweizer Chefetagen immer noch bescheiden ausfällt, ist gemäss Doit-smart nicht auf eine direkte Absicht der Firmen zurückzuführen, den Frauenanteil im Kader bewusst tief zu halten. Allerdings sei der Appetit bei vielen Unternehmen gering, diesen Missstand zu beheben, hiess es weiter. Stereotypen und Denkmuster seien oft stark ausgeprägt.

Die Analyse basiert auf öffentlich zugänglichen Daten der Unternehmen und wurde in der Zeit vom April bis Oktober 2018 durchgeführt.

Das Beratungsunternehmen Doit-smart berät und begleitet gemäss Angaben Unternehmen bei der Umsetzung von Gender-Diversity Strategien zur Erhöhung des Frauenanteils in Kaderpositionen. In der Startphase bis 2019 wird es unterstützt vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) sowie vom Kanton Zürich - der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann.

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