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Schweizer Waffen für Erdogans Schergen, Diskrimminierung von HIV-Infizierten und weniger WEF-Berichte vom SRF in den Sonntagszeitungen

Wichtige Schlagzeilen der Sonntagspresse in nicht verifizierten Meldungen:
Schlägertrupps des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (Mitte) sollen sich laut der «NZZ am Sonntag» ihre Waffen in der Schweiz besorgt haben. (Bild: KEYSTONE/AP/BURHAN OZBILICI)

Schlägertrupps des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (Mitte) sollen sich laut der «NZZ am Sonntag» ihre Waffen in der Schweiz besorgt haben. (Bild: KEYSTONE/AP/BURHAN OZBILICI)

(sda)

«NZZ am Sonntag»:

Die Osmanen Germania, die als Schergen des türkischen Präsidenten Recep Erdogan gelten, besorgen sich ihre Waffen laut der «NZZ am Sonntag» in der Schweiz. Die Zeitung beruft sich auf vertrauliche Akten einer deutschen Ermittlungsbehörde, wonach der Schweiz bei der logistischen Organisation von Geld und Waffen eine besondere Bedeutung zukomme. So habe Mehmet Bagci, der ehemalige und mittlerweile verhaftete Welt-Präsident der Truppe, in der Schweiz zum Beispiel eine Maschinenpistole des Typs «Scorpion» samt dreier Magazine und Munition bestellt und diese Bestellung sei kurz darauf auch an zwei Osmanen in der Schweiz übergeben worden. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittle in dieser Angelegenheit und führe zudem weitere Strafverfahren gegen drei Osmanen aus der Schweiz. Einer von ihnen wohne im Kanton Thurgau, zwei lebten in der Region Basel. Schweizer Ermittler seien dagegen weitgehend untätig. Das deutsche Innenministerium habe die äusserst gewalttätige Gruppierung ohnehin schon im vergangenen Juli verboten, weil sie brutal gegen Erdogan-Gegner und Kurden vorgingen. Von Schweizer Behörden sei die Organisation aber nach wie vor zugelassen.

«SonntagsZeitung»:

Die Diskriminierungen wegen HIV und Aids haben laut der «SonntagsZeitung» im laufenden Jahr bereits einen Höchststand erreicht. Bis Mitte November 2018 registrierte die Aids-Hilfe Schweiz 122 entsprechende Meldungen. Die Zeitung beruft sich auf einen Bericht, der diese Woche in der eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit besprochen wurde. Die 122 Meldungen seien mehr als das Total der Fälle im Jahr 2017. In früheren Jahren seien zudem die Fallzahlen kaum je über 90 Meldungen gewesen. Die Bandbreite der diesjährigen Diskrimminierungsfälle sei breit gefächert: In einem Wellness-Hotel im Kanton Schwyz weigerte sich eine Masseurin, einen HIV-positiven Gast zu massieren. Ein Zahnarzt lehnte die Behandlung eines HIV-positiven Patienten ab. Und in einem Pflegeheim im Kanton Graubünden wurden drei betagte Menschen zunächst abgelehnt - weil sie das Virus in sich tragen.

«NZZ am Sonntag»:

Das Schweizer Fernsehen SRF stellt laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» seine Live-Berichterstattung vom Davoser Weltwirtschaftsforum WEF ein. Ein Sprecher des SRF bestätigte der Zeitung die Informationen und erklärte, dass dies eine Folge des Sparprogramms sei. Das SRF und die Produktionsfirma TPC müssten das Budget 2019 um insgesamt 30 Millionen Franken reduzieren und dies ginge nicht ohne gewisse Abstriche beim Programm. Die «SRF live Debate» sei die einzige Live-Sendung, an der das SRF festhalte. Laut der «NZZ am Sonntag» freue sich die Konkurrenz über das Vorgehen bereits. So sieht etwa der englischsprachige Wirtschaftssender CNN Money Switzerland in dem Rückzug des SRF vom Davoser WEF eine Chance für sich.

«Ostschweiz am Sonntag» / «Zentralschweiz am Sonntag»:

Immer mehr Paare verzichten laut den Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» auf eine kirchliche Trauung. Die Zeitungen berufen sich dabei auf die aktuelle Kirchenstatistik des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts. Demnach brach die Zahl der katholischen Trauungen seit dem Jahr 2011 um rund einen Drittel auf 3453 ein. Die Zahl der Zivilehen blieb hingegen im gleichen Zeitraum bei rund 40'000 pro Jahr stabil. Als Hauptgrund für die rückläufige Entwicklung bei den kirchlichen Trauungen geben Kirchenvertreter in den Zeitungen die Säkularisierung, also den Bedeutungsverlust der Religionen im Alltag, an.

«SonntagsBlick»:

Für die ehemalige Post-Chefin Susanne Ruoff ist die Postauto-Affäre laut dem «SonntagsBlick» noch nicht ausgestanden. Ruoff habe eine Erklärung unterschreiben müssen, in der sie auf eine Verjährungsfrist für finanzielle Rückforderungen infolge des Subventionsskandals verzichtet. Die Post bestätigt diese Informationen gegenüber der Zeitung. Mit diesem Vorgehen wolle die Post vermeiden, dass mögliche Beklagte Verjährungsgründe entgegengehalten werden könnten. Auch der Rest des obersten Managements und einige Mitarbeiter, die nicht dem Kader angehörten, hätten ähnliche Papiere unterschreiben müssen. Gleichzeitig berichtet der «Sonntagsblick», dass die Grundvergütung des neuen Post-Chefs Roberto Cirillo 540'000 Franken beträgt. Hinzu kämen Boni und Spesen. Ruoff habe zuletzt aber einen Fixlohn von 610'000 Franken gehabt.

«SonntagsBlick»:

Derzeit passt das Bundesamt für Gesundheit BAG die Medikamentenzuschläge an und Pharma-Grosshändler würden die Revision laut dem «Sonntagsblick» nutzen, um ihre Margen zu erhöhen. Statt wie bisher 4,5 Prozent verlangten sie künftig sieben Prozent. Unterstützt würden sie dabei von den Apothekern. Laut dem Krankenkassenverband Santésuisse würde der Betrag zugunsten des Grosshandels damit um mindestens 100 Millionen Franken auf 330 Millionen Franken steigen. Pharmalog-Präsident René Jenny verteidigt die Margenerhöhung in der Zeitung - die Preise für die Medikamente ab Fabrik seien stark gesenkt worden, weshalb es prozentual mehr brauche. Santésuisse zweifelt an dieser Begründung: Es gebe keinerlei Rechtfertigung dafür, dass die Logistik so viel koste. Die Transportkosten seinen in den vergangenen Jahren ausserdem eher gesunken als gestiegen.

«SonntagsZeitung»:

Die «SonntagsZeitung» hat in einer Meldung vor einem Monopol der Swisscom beim schnellen Internet gewarnt. Am Dienstag entscheide der Ständerat über eine Änderung des Fernmeldegesetzes und dabei habe Swisscom erfolgreich gegen eine Regelung lobbyiert, die es der Aufsichtsbehörde Comcom in bestimmten Fällen ermöglicht hätte, die Glasfaser für Konkurrenten öffnen zu können. Comcom-Chef Stephan Netzle warnt daher in der Zeitung: «Lehnt das Parlament die Zugangsregelung ab, droht im Glasfasernetz die Gefahr, dass die Swisscom auf den letzten Metern bis zum Haus ein Monopol aufbaut, die Preise hochhält und den Ausbau behindert.»

«NZZ am Sonntag»:

Der neue Präsident des Verwaltungsrates von Raiffeisen, Guy Lachappelle, will bei dem Bankhaus eine klare Zäsur zur Ära von Pierin Vincenz vollziehen. «Wenn wir auf rechtlichem Weg investierte Gelder zurückholen oder Schadenersatz geltend machen können, werden wir dies tun», sagte Lachappelle in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Raiffeisen prüfe Verantwortlichkeitsansprüche sowohl gegenüber den Mitgliedern des damaligen Verwaltungsrates als auch gegenüber Mitgliedern der Geschäftsleitung. Zunächst will Lachappelle aber die Fertigstellung der Untersuchung unter der Leitung des emeritierten Professors Bruno Gehrig abwarten. Zudem beabsichtigt Lachappelle, dass Raiffeisen den Investnet-Kauf, welcher die Bank rund 100 Millionen Franken kostete, gerichtlich anfechtet: «Im Wissen um alle heute bekannten Tatsachen hätte Raiffeisen die Gesellschaft nicht übernommen», sagte er gegenüber der Zeitung.

«SonntagsZeitung»:

Jeder zweite Schweizer zahlt laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» seine Rechnungen zu spät. Die Zeitung beruft sich auf einen europaweiten Schuldenreport der Inkasso-Firma Intrum. Demnach gaben rund 54 Prozent der befragten Schweizer an, im vergangenen Jahr eine oder mehrere Rechnungen nicht rechtzeitig beglichen zu haben. Nur in Griechenland sei der Wert mit 66 Prozent noch schlechter gewesen. Die Ungarn mit 42 Prozent, die Italiener mit 47 Prozent und die Rumänen mit 52 Prozent schnitten hingegen besser ab. Als Hauptproblem für den Zahlungsverzug bei den Schweizern werden Steuerforderungen genannt.

«Le Matin Dimanche»:

In Genf tobt laut der Zeitung «Le Matin Dimanche» ein Krieg zwischen Spionen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen von Diplomaten und Insidern. Demnach konzentrierten verschiedene Länder ihre Abhör-Ressourcen auf Drehkreuze wie Genf. Dort sei es einfach, nicht aufzufallen, Informationen zu sammeln und auch neues Personal zu rekrutieren. Die meisten Spione sammelten ihre Informationen zwar auf legalem Wege - allerdings gebe es auch solche Agenten, die elektronische Abhöranlagen verwendeten. Gegenmassnahmen würden aber fast nur während Friedenskonferenzen oder Treffen auf höchster Ebene ergriffen, berichtete die Westschweizer Zeitung weiter.

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