Sommaruga ruft dringend zur Einhaltung der Corona-Regeln auf

«Wir haben viel zu gewinnen, denn es ist fünf vor zwölf.» Dies sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga nach einem Treffen mit Vertretern der Kantone am Donnerstag vor den Bundeshausmedien in Bern.

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Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset sind am Donnerstag zusammen mit Vertretern der Kantone vor die Medien getreten.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset sind am Donnerstag zusammen mit Vertretern der Kantone vor die Medien getreten.

KEYSTONE/THOMAS HODEL
(sda)

Es sei wichtig, den steigenden Trend zu brechen: «Desto schneller uns dies gelingt, desto weniger Einschnitte hat es für die Bevölkerung, die Wirtschaft, die Familien und die Risikogruppen,» sagte Sommaruga.

Was sich nun sofort ändern müsse sei, dass sich alle wieder an die Grundregeln von Händewaschen, Distanzhalten und Maskentragen halten. Bund und Kantone seien sich zudem einig: «Wir blieben bei der besonderen Lage.» Die Kompetenz für Massnahmen bleibt bei den Kantonen.

Neue schweizweite Massnahmen

In den nächsten Tagen würden weitere Massnahmen, die schweizweit gelten würden, diskutiert und kommuniziert. Bereits für Freitag sei ein Treffen zwischen den Kantonen und Gesundheitsminister Alain Berset geplant. Der Bund prüfe auch eine Unterstützung der Kantone beim Contact Tracing. Hier komme der Zivildienst oder der Zivilschutz in Frage.

Berset sprach angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen Klartext: «Die Situation ist beunruhigend, es gibt eine starke negative Dynamik.» In den nächsten Tagen könnten deshalb auch auf Bundesebene neue Massnahmen getroffen werden.

Die Lage sei ernst und daran werde sich so bald nichts ändern, sagte auch Lukas Engelberger, der Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektionen. Es gelte nun, die Dynamik der Pandemie zu brechen.

Alle Kantone seien gefordert, ihre Massnahmen anzupassen. Die Konferenz der Gesundheitsdirektionen werde dazu Empfehlungen verfassen. Zu erwarten seien Verschärfungen bei der Maskentragpflicht, in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Das lege die epidemiologische Lage nahe.

Berset wird am Freitag zusammen mit dem Vorstand der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) besprechen, welche weiteren Massnahmen ergriffen werden müssen, um die Situation im Griff zu behalten.