Sondermarke zum 175-Jahr-Jubiläum des «Basler Dybli»

Die Post und der Schweizerische Briefmarkenhändler-Verband haben zum 175-Jahr-Jubiläum des legendären «Basler Dybli» eine Sondermarke herausgegeben. Das von Susanne Krieg entworfene Motiv zeigt die historische Taube mit einem Brief im Schnabel.

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Die Künstlerin Susanne Krieg und Jean-Paul Bach, Präsident des Schweizerischen Briefmarken-Händler-Verbands, präsentierten die Sondermarke zum Jubiläum des «Basler Dybli».
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Das originale «Basler Dybli» von 1845 wird heute mit Preisen von über 100'000 Franken gehandelt.

Die Künstlerin Susanne Krieg und Jean-Paul Bach, Präsident des Schweizerischen Briefmarken-Händler-Verbands, präsentierten die Sondermarke zum Jubiläum des «Basler Dybli».

(sda)

Für die am Freitag im Naturhistorischen Museum Basel enthüllte 1-Franken-Sondermarke mit der weissen Taube vor hellblauem Hintergrund muss ein Zuschlag von 50 Rappen bezahlt werden, wie der Schweizerische Briefmarkenhändler-Verband (SBHV) mitteilte. Zum Vergleich: Das originale «Basler Dybli» der Stadtbasler Post hatte einen Wert von zweieinhalb Rappen, wird heute aber zu Preisen von über 100'000 Franken gehandelt.

Das «Basler Dybli» hat als weltweit erste Briefmarke im Dreifarbendruck eine Sonderstellung in der Philatelie. Entworfen wurde sie vom Basler Architekten Melchior Berri mit derjenigen Taube als Motiv, die schon die von ihm zuvor entworfenen Briefkästen geschmückt hatte. Berri war als Architekt auch für den Museumsbau verantwortlich, in dem die Sondermarke und ein Jubiläumsbuch vorgestellt wurden.

Unrühmliche Schlagzeilen um das «Basler Dybli»

In einem anderen Basler Museum hatte das «Basler Dybli» vor rund einem Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Der inzwischen freigestellte Direktor des Historischen Museums Basel, Marc Fehlmann, hatte an einer Medienkonferenz zur Betriebsanalyse des Hauses gesagt, dass das «Basler Dybli» in der schlecht inventarisierten Sammlung nur sehr schwer auffindbar gewesen sei. Er habe drei Tage gebraucht, um die Marke zu finden.

Dem widersprachen Museumsmitarbeiter kurz darauf in einem offenen Brief und einer Medienmitteilung und fielen damit ihrem Direktor in den Rücken: Die beiden «Basler Dybli» seien nach allen Regeln der Inventarisierung erfasst und jederzeit identifizier- und auffindbar, schrieben sie.