Stadler baut einen mit Wasserstoff betriebenen Zug für Kalifornien

Der Bahnbauer Stadler baut erstmals einen mit Wasserstoff betriebenen Zug. Den Auftrag dazu hat das Unternehmen vom Bahnbetreiber SBCTA aus Kalifornien erhalten.

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Stadler will einen mit Wasserstoff betriebenen Zug entwickeln. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Stadler will einen mit Wasserstoff betriebenen Zug entwickeln. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda/awp)

Der so genannte «Flirt H2» soll im San Bernardino County im Süden Kaliforniens ab 2024 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden, wie Stadler am Donnerstag mitteilte. Ausserdem bestehe die Option auf die Lieferung vier weiterer baugleicher Züge. Ein Auftragsvolumen wurde nicht genannt.

Der Vertrag mit dem Transportunternehmen mache den Weg für den ersten mit Wasserstoff betriebenen Zug in den die USA frei, erklärte Stadler. Dieser muss allerdings erst noch entwickelt werden. Die Pläne sehen vor, dass der erste «Flirt H2» aus zwei Wagenkästen besteht sowie aus einem «PowerPack» genannten Mittelteil. Dort befänden sich die Wasserstofftanks und die Brennstoffzellen.

Der Zug, der auf einer 14 Kilometer langen Strecke zwischen Redlands und der Metrolink Station von San Bernardino eingesetzt werden soll, biete 108 Fahrgästen einen Sitzplatz und verfüge über grosszügige Stehplatzflächen. Er soll laut Stadler eine Spitzengeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern erreichen.

Die San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) hatte zuletzt 2017 drei dieselelektrische Fahrzeuge bei Stadler bestellt.