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Swiss Life übernimmt deutsche Immobilienfirma BEOS

Die Swiss Life baut ihre Stellung im deutschen Immobilienmarkt aus. Sie übernimmt die auf Unternehmensimmobilien spezialisierte BEOS mit Sitz in Berlin.
Swiss Life übernimmt die deutsche Immobiliengesellschaft BEOS. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

Swiss Life übernimmt die deutsche Immobiliengesellschaft BEOS. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

(sda/awp)

Swiss Life habe BEOS von den bisherigen, privaten Eigentümern übernommen und die Übernahme werde aus dem bestehenden Geschäft finanziert, teilte der Konzern am Montag mit. Zum Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme soll nach Erhalt der Zustimmung der Kartellbehörden im dritten Quartal 2018 abgeschlossen werden.

Mit dem Zukauf von BEOS vergrössert Swiss Life ihren Immobilienpark, zu dem sie insbesondere institutionellen Kunden über den Verkauf von Fondsanteilen Zugang verschafft. Dabei handelt es sich um ein Geschäft, das bei der Swiss Life aus Gründen der Diversifikation in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und laut Beobachtern weiter ausgebaut werden dürfte.

Die 1997 gegründete BEOS verwaltete Ende 2017 Immobilien im Wert von 2,6 Milliarden Euro auf einer Mietfläche von über 2,6 Millionen Quadratmetern. Mit ihren rund 150 Mitarbeitenden erwirtschaftete sie im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro.

Nicht der erste Immobilien-Zukauf

Die Übernahme reiht sich in einige in der Vergangenheit im Immobilienbereich getätigte Akquisitionen ein: Im Jahr 2016 kaufte Swiss Life die britische Mayfair Capital mit Immobilien von damals im Wert von einer Milliarde Pfund. Deutlich grösser und bedeutender war der Zukauf von Corpus Sireo vor rund vier Jahren. Damals gingen Immobilien im Wert von rund 16 Milliarden Euro in den Bestand der Swiss Life über.

BEOS ist nebst Berlin auch mit Niederlassungen in Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart vertreten. Die Gesellschaft entwickelt und führt den Angaben zufolge gemischt genutzte Gewerbeobjekte in den Bereichen Büro, Produktion, Service und Logistik. Zudem ist BEOS als Dienstleister für Immobilien aus dem Bestand von institutionellen Investoren in allen grossen Städten Deutschlands aktiv.

Bereits im Jahr 2010 hat BEOS auch den ersten Spezialfonds für Unternehmensimmobilien mit einem Volumen von 400 Millionen Euro auf den Markt gebracht. Dadurch habe sie den deutschen institutionellen Investoren den Weg in eine neue Anlageklasse eröffnet, so die Mitteilung. BEOS platzierte dann im Jahr 2012 einen Nachfolgefonds im Umfang von 700 Millionen und 2015 den dritten Spezialfonds dieser Art von 1,1 Milliarden.

Interesse an europäischen Immobilien

BEOS werde das Wachstum von Swiss Life in der Vermögensverwaltung für Drittkunden voranbringen und den Zugang zu neuen Kunden eröffnen, gbit sich Investmentchef Stefan Mächler überzeugt. Auch hätten Schweizer Investoren zuletzt vermehrt Interesse an europäischen Immobilien gezeigt.

Die Gesellschaft werde künftig weiterhin eigenständig geführt, wobei man alle Arbeitsplätze und Funktionen erhalten werde, schreibt Swiss Life weiter. Die bisherigen Chefs der Gesellschaft, Ingo Hans Holz und Stephan Bone-Winkel, verbleiben im Aufsichtsrat.

In Analystenkreisen wird die Akquisition als kleine, strategiekonforme Transaktion gesehen. Es sei ein weiterer kleinerer Schritt, um das auf Anleihen- und Immobilienprodukten basierende Portfolio von Vermögen für Drittkunden auszubauen, schreibt die Bank Vontobel. Swiss Life dürfte rund 100 Millionen Franken bezahlen und dies mit Eigenmitteln finanzieren, meint der zuständige Analyst.

Auch bei der ZKB ist von einem «höchstens» tiefen dreistelligen Millionenbetrag die Rede, den Swiss Life für BEOS bezahlen muss. Die Übernahme entspreche der Strategie von Swiss Life, das Immobiliengeschäft auch im Ausland auszubauen.

An der Börse verlieren Swiss Life bis um 12 Uhr deutlich 1,0 Prozent auf 342,60 Franken und damit in etwa gleichviel wie der Gesamtmarkt (SMI). Die Börse steht zu Wochenbeginn mit den wachsenden Sorgen um den Handelskonflikt zwischen den USA und China unter relativ starkem Druck.

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