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Swissmem-Präsident Hans Hess blickt mit Sorge nach Italien

Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) ist mit Volldampf in das Jahr 2018 gestartet. Die MEM-Unternehmen haben ihre Umsätze gesteigert und verbessern auch allmählich die Gewinnmargen.
Schätzt die Gefahr einer Italien-Krise als erheblich ein: Swissmem-Präsident Hans Hess (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Schätzt die Gefahr einer Italien-Krise als erheblich ein: Swissmem-Präsident Hans Hess (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda/awp)

Das sagte Hans Hess, Präsident des Branchenverbands Swissmem, am Donnerstag im Interview mit AWP anlässlich des Swiss Economic Forums (SEF) in Interlaken.

Die Gefahr einer Staatspleite in Italien und ein sich damit abschwächender Euro bereiten dem Swissmem-Präsidenten jedoch Sorgen. "Dieses Risiko ist erheblich, und ich schätze es als das grösste für unsere Branche ein", sagte Hess mit Blick nach Italien.

"Wenn die internationalen Anleger wegen der Entwicklungen in Italien das Vertrauen in den Euro verlieren sollten und sich dieser zum Franken stark abschwächen würde, träfe das unsere Branche stark."

Als weniger problematisch schätzt er die von der US-Regierung erhobenen Strafzölle auf Aluminium und Stahl ein. "Schwieriger würde es, wenn es zu einem Handelskrieg käme. Dann müssten wir mit einer allgemein rückläufigen Nachfrage für die MEM-Industrie rechnen", so Hess weiter.

Auf Umsatzstufe profitiert die MEM-Branche laut Hess von der weltweit guten Konjunkturentwicklung, dem sich abschwächenden Franken und von einer tiefen Vorjahresbasis. Die Gewinnmargen verbessern sich aber nur schleppend.

"Die Firmen haben nach dem SNB-Entscheid im Januar 2015 zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses die Währungsrisiken abgesichert. Bis sie daher auf der Gewinnstufe von einer positiven Währungsentwicklung profitieren, dauert es in der Regel rund sechs Monate", sagte Hess.

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