Terre des hommes löst Finanzprobleme und feiert 60. Geburtstag

Das Kinderhilfswerk Terre des hommes bricht nach finanziellen Schwierigkeiten mit neuem Personal in die Zukunft auf. 4,2 Millionen Kinder und ihre Familien unterstützte die in Lausanne ansässige und 60 Jahre alte Organisation im vergangenen Jahr weltweit.

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Angst vor Coronavirus-Ansteckung haben diese Kinder in Indien.

Angst vor Coronavirus-Ansteckung haben diese Kinder in Indien.

KEYSTONE/EPA/SANJEEV GUPTA
(sda)

Dank eines Personalabbaus am Hauptsitz, der Unterstützung der Spender und der Loyalität der Schweizer Bevölkerung habe man die Aktivitäten vor Ort halten können. Die Ausgaben seien jetzt unter Kontrolle, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Terre des hommes erneuere den Stiftungsrat als Reaktion auf die finanziellen Schwierigkeiten von 2019. In der Geschäftsleitung herrsche jetzt Geschlechterparität.

Die Bedrohung durch das Coronavirus erhöhe die Bedürfnisse der bereits gefährdeten Kinder und verstärke die Relevanz der Organisation, heisst es weiter, und die neue Generaldirektorin betont: «Vor Covid-19 sind wir nicht alle gleich. In ohnehin fragilen Bedingungen ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung gefährdet. Die Kinder sind bedroht durch langfristigen Schulabbruch, Unterernährung, Ausbeutung und Gewalt. Die psychologischen Auswirkungen auf Kinder sind dramatisch.»

Um etwas zu bewirken, setze Terre des hommes auf einen innovativen und integrativen Ansatz mit einer stärkeren Beteiligung der Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen, hiess es nach der Medienkonferenz in Lausanne.

Die Organisation plant, in Absprache mit den Teams ihre Aktivitäten auf eine neue Strategie 2021 bis 2024 auszurichten. Diese soll bis Ende dieses Jahres feststehen.