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Tessiner Architekturtheater zeigt flämische Kunst

Eine Reise in ein eigenständiges visuelles Universum kündigt das Teatro dell'architettura in Mendrisio an: Ab dem 4. Oktober sind im Südtessin über 60 Arbeiten von Koen Vanmechelen zu sehen. Das Werk des flämischen Künstlers kreist um die Figur des Huhns.
Für Koen Vanmechelen durchdringt das Huhn alle künstlerischen Formen und Dimensionen: Der belgische Künstler mit seinem Kopfschmuck aus Schlangen und Hühnerköpfen. (Bild: Handout: Teatro dell'architettura)

Für Koen Vanmechelen durchdringt das Huhn alle künstlerischen Formen und Dimensionen: Der belgische Künstler mit seinem Kopfschmuck aus Schlangen und Hühnerköpfen. (Bild: Handout: Teatro dell'architettura)

(sda)

Von der schlichten Porträtfotografie eines stolz dreinblickenden Hahns über grossformatige Bilder in kräftigen Farben bis hin zu verstörendem Kopfschmuck aus Schlangen und Hühnerköpfen - die in Mendrisio ausgestellten Kunstwerke zeigen die expansive Gedankenwelt des flämischen Künstlers. Die Schau «Vanmechelen. The Worth of Life 1982-2019» umfasst über 60 Kunstwerke auf drei Stockwerken.

Bei Koen Vanmechelen durchdringt das Huhn alle künstlerischen Formen und Dimensionen. Der Flame nähert sich dem gefiederten Wesen in Skulpturen, Bildern und Installationen an. Dabei geht es dem Künstler immer um das Huhn als Metapher für die heutige Gesellschaft.

Projekt in Äthiopien

Gleichzeitig befasst sich Vanmechelen auch praktisch mit dem Huhn: Seit den späten 1990er Jahren arbeitet der international bekannte Künstler an seinem «Cosmopolitan Chicken Project». Ziel des Projekts ist es, ein «kosmopolitisches Huhn» zu züchten. Dafür kreuzt Vanmechelen in Zusammenarbeit mit Genetikern und Virologen Hühner und Hähne aus verschiedenen Ländern. Die neuen Hühner seien fruchtbarer und resistenter, zeigt sich der Künstler überzeugt. In einem anderen Projekt züchtete Vanmechelen gemeinsam mit dem Äthiopischen Institut für Landwirtschaft eine fruchtbare lokale Hühnerrasse.

Auf der künstlerischen Ebene versucht Vanmechelen anhand des Huhns die grossen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu verstehen, wie es im Communiqué vom Mittwoch zur Ausstellung heisst. Vanmechelens Hühner bewegten sich zwischen Metapher und Metamorphose, zwischen «ikonographischer Wiederholung und semantischer Anreicherung». Vanmechelen stelle mithilfe des Huhns wichtige Fragen zur Evolution.

Neuer Ausstellungs- und Seminarraum

Zu sehen sind die Werke des Flamen im 3000 Quadratmeter grossen Rundbau von Mario Botta. Seit Herbst 2018 fungiert das zur Università della Svizzera Italiana gehörende Teatro dell'architettura in Mendrisio als Ausstellungs- und Seminarraum.

Der 1965 geborene Koen Vanmechelen gilt als profiliertester Gegenwartskünstler Belgiens. Vanmchelen arbeitet seit den frühen 1990er Jahren fachübergreifend.

Die Ausstellung läuft bis am 2. Februar 2020. Kuratiert wird sie von Didi Bozzoni.

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