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Top-Saläre bei Betrieben des Bundes im Sinkflug

Die Millionen-Saläre der Chefs von Bundesunternehmen haben in den vergangenen Jahren für Kritik gesorgt. Inzwischen hat die Politik reagiert. Löhne und Boni der meisten Spitzenkader sind im Sinkflug.
Die zurückgetretene Post-Chefin Susanne Ruoff muss auf ihre Boni warten. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Die zurückgetretene Post-Chefin Susanne Ruoff muss auf ihre Boni warten. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

(sda)

Nur SBB-Chef Andreas Meyer verdiente 2017 mehr als eine Million Franken. Mit einem Salär von total 1'007'235 Franken musste er eine Einbusse von rund gut 40'000 Franken hinnehmen. Meyers Fixlohn betrug unverändert 600'000 Franken. Die Boni sanken jedoch auf rund 289'000 Franken. Nebenleistungen wie Spesenpauschale oder zusätzliche Pensionskassenbeiträge summierten sich auf rund 118'500 Franken.

Gesunken ist auch der Lohn von Ruag-Konzernchef Urs Breitmeier, der in den vergangenen Jahren besonders für rote Köpfe gesorgt hatte. Von über einer Million Franken war das Salär schon 2016 auf rund 900'000 Franken gesunken. Vergangenes Jahr waren es noch 795'330 Franken.

Der Fixlohn lag etwas tiefer bei 561'000 Franken. Gesunken sind aber vor allem Breitmeiers Boni und die anderen variablen Lohnbestandteile. Diese beliefen sich noch auf gut 200'000 Franken, gegenüber 354'000 Franken im Vorjahr. Ein Thema war auch der Cheflohn bei Schweiz Tourismus. Dieser ist innerhalb von zwei Jahren um rund 100'000 Franken auf 324'000 Franken gesunken.

Boni blockiert

Die inzwischen zurückgetretene Post-Chefin Susanne Ruoff hatte bisher zu den Spitzenverdienern in den Betrieben des Bundes gehört. Wegen des Subventionsskandals bei der Post sind ihre Boni für 2017 und 2018 jedoch blockiert. Allein für vergangenes Jahr geht es um 310'000 Franken.

Das Geld wird allenfalls freigegeben, sobald das Bundesamt für Polizei (fedpol) die strafrechtliche Verantwortlichkeit geklärt hat. Ruoff muss trotzdem nicht darben. Ihr Fixlohn belief sich vergangenes Jahr auf 610'000 Franken. Für Spesen, GA und andere Nebenleistungen erhielt sie über 50'000 Franken.

Gestiegen ist der Lohn von Postfinance-Chef Hansruedi Köng. Dieser belief sich auf insgesamt 834'000 Franken, rund 24'000 Franken mehr als im Jahr zuvor. Etwas mehr verdiente auch der Geschäftsleiter der Revisionsaufsichtsbehörde RAB (334'000).

Wenig Bewegung

Schwierig vergleichbar ist der Lohn des SRG-Generaldirektors. Im Oktober 2017 hatte Gilles Marchand das Ruder von Roger de Weck übernommen. Zudem werden die Boni jeweils erst im folgenden Jahr ausgewiesen. Gemäss dem Bericht 2017 sank das Salär leicht auf 529'000 Franken. Einen etwas tieferen Lohn hatte auch der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Compenswiss (385'000).

Nahezu unverändert bei 588'000 Franken ist das Salär des Suva-Geschäftsleiters. Auch bei der Finma (552'000 Franken), Skyguide (520'000) bei den ETH (rund 350'000), der Exportrisikoversicherung Serv (345'000), Ensi (322'000), Empa (313'000), Publica (309'000) und Swissmedic (301'000) gab es wenig oder gar keine Bewegung.

Neue Regeln

2016 hatte der Bundesrat beschlossen, die bundesnahen Unternehmen und Anstalten an die kürzere Leine zu nehmen. Dieses Jahr werden erstmals Obergrenzen für Honorar, Entlöhnung und die Nebenleistungen den Generalversammlungen zur Genehmigung vorgelegt. Die Massnahme wirkt sich 2019 aus.

Weiter werden die Boni und Nebenleistungen im Verhältnis zum Fixlohn begrenzt: Der variable Lohnanteil - also der Bonus - der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder darf höchstens 50 Prozent des fixen Lohnanteils betragen, die Nebenleistungen dürfen nicht mehr als zehn Prozent ausmachen.

Im Parlament ist derzeit eine Initiative hängig, die einen Deckel für Kaderlöhne verlangt. Die Obergrenze würde zwischen 800'000 und 1 Million Franken liegen. Nicht im Kaderlohnreporting erfasst sind die Nationalbank und die Swisscom. Für die Swisscom als börsenkotiertes Unternehmen gilt die Vergütungsverordnung, mit der die Abzockerinitiative vorläufig umgesetzt wurde.

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