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Tötungsdelikt in Schattdorf: Täter muss zwölf Jahre ins Gefängnis

Der Mann, der im März 2013 den Wirt des Restaurants Mühle in Schattdorf UR mit einem Messer tötete, muss definitiv ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat die Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung und Diebstahls bestätigt.
Der Wirt des Restaurants Mühle in Schattdorf wurde im März 2013 von einem Bekannten erstochen. (Bild: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)

Der Wirt des Restaurants Mühle in Schattdorf wurde im März 2013 von einem Bekannten erstochen. (Bild: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)

(sda)

Die Staatsanwaltschaft Uri beantragte eine Verurteilung wegen Mordes. Ausserdem forderte die Staatsanwaltschaft in ihrer Beschwerde, der Täter sei zudem wegen qualifizierten Raubes und somit zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren zu verurteilen.

Das Bundesgericht ist in einem am Freitag publizierten Entscheid jedoch den Argumenten des Urner Obergerichts gefolgt. Es hält fest, dass gewisse Indizien durchaus für eine Raubmordtheorie sprechen würden. Diese einzelnen Indizien allein zeichneten aber kein schlüssiges Gesamtbild. Weitere Punkte würden ebenso für einen anderen Tathergang sprechen.

Opfer gekannt

Der Täter kannte sein Opfer und hatte bei diesem auch schon als Aushilfskoch gearbeitet. In der Tatnacht war er im Restaurant. Er verliess das Lokal nach Mitternacht als letzter Gast. Draussen holte er ein Messer aus dem Helmfach seines Rollers.

Damit begab sich der Mann auf den Friedhof, wo er das Grab seines Vaters besuchte. Erst danach kehrte er ins Restaurant zurück, wo er den Wirt mit zahlreichen Messerstichen tötete. Bevor er die Gaststube verliess, nahm er eine Einkaufstasche an sich, in der sich fast 9000 Franken befanden.

Das Landgericht Uri verurteilte den Mann im September 2015 wegen Mordes und Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Das Obergericht hiess die Berufung des Täters teilweise gut. Es sprach ihn der vorsätzlichen Tötung und des Diebstahls schuldig und senkte die Strafe auf zwölf Jahre. (Urteil 6B_804/2017 vom 23.05.2018)

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