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Trotz Emissionsrückgang wird noch zu viel fossile Energie verheizt

Die CO2-Emissionen in der Schweiz sind auch 2017 zurückgegangen. Vor allem beim Gebäudepark sieht das Bundesamt für Umwelt (Bafu) aber noch Handlungsbedarf, um die Reduktionsziele für Treibhausgase zu erreichen.
Trotz insgesamt rückläufigen CO2-Emissionen verbrauchen die Gebäude nach Ansicht des Bundesamts für Umwelt noch immer zu viel fossile Energie. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Trotz insgesamt rückläufigen CO2-Emissionen verbrauchen die Gebäude nach Ansicht des Bundesamts für Umwelt noch immer zu viel fossile Energie. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Die CO2-Emissionen aus Treibstoffen nahmen letztes Jahr trotz zunehmender Verkehrsleistung um 1,5 Prozent ab, wie das Bafu am Dienstag berichtet. Der Rückgang wird in erster Linie auf den Einsatz biogener Treibstoffe zurückgeführt. Deren Anteil am Verbrauch stieg von 1,6 auf 2,6 Prozent.

Um vergleichbare Daten zu bekommen, gleicht das Bafu den Einfluss des Winterwetters auf den Heizöl- und Gasverbrauch rechnerisch aus. 2017 hielt der abnehmende Trend bei den witterungsbereinigten Emissionen aus Brennstoffen an. Im Vergleich zum Vorjahr sanken diese um 1,9 Prozent. Gegenüber 1990 lag der Ausstoss um 26,5 Prozent tiefer.

Ohne Witterungsbereinigung schwanken die Emissionen aus Brennstoffen von Jahr zu Jahr stark. Dies zeigt laut Bafu, dass die Gebäude, die etwa drei Viertel der Emissionen verursachen, nach wie vor wesentlich mit fossilen Energieträgern beheizt werden. Um die Ziele des Klimaabkommens von Paris zu erreichen, sei mittelfristig eine Abnahme der fossilen Energieträger unumgänglich.

Seilziehen um Grenzwerte in Sicht

Mit dem Thema wird sich demnächst das Parlament auseinandersetzen. Im Rahmen einer Revision des CO2-Gesetzes schlägt der Bundesrat vor, ab 2029 zwingende Grenzwerte für Gebäude zu setzen, wenn die Emissionen nicht um 50 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken.

Die Umweltkommission des Nationalrats hält es allerdings für verfrüht, schon heute Grenzwerte für Gebäude festzulegen. Sie möchte den Kantonen bis 2030 Zeit geben, das Reduktionsziel von 50 Prozent zu erreichen. Frühestens Ende 2027 soll der Bundesrat dann landesweit einheitliche Gebäudestandards vorschlagen dürfen.

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