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Vergiftungen: Bedarf an Beratungen durch Tox Info Suisse steigt

Nicht nur Kleinkinder, die Flüssigwaschmittel für Sirup halten oder betagte Angehörige, die zu viele Medikamente schlucken, sondern auch Hunde, die Giftiges gefressen haben: Tox Info Suisse muss unter der Telefonnummer 145 immer häufiger bei Vergiftungen beraten.
Die Beratungstätigkeit von Tox Info Suisse ist zunehmend gefragt: Wenn Kinder Unfälle mit giftigen Substanzen haben oder Erwachsene sich selbst vergiften, dann hilft die Telefonnummer 145 mit Beratungen. (Bild: KEYSTONE/URS FLUERLER)

Die Beratungstätigkeit von Tox Info Suisse ist zunehmend gefragt: Wenn Kinder Unfälle mit giftigen Substanzen haben oder Erwachsene sich selbst vergiften, dann hilft die Telefonnummer 145 mit Beratungen. (Bild: KEYSTONE/URS FLUERLER)

(sda)

Über die Telefonnummer der Giftberatung wurde im Jahr 2018 insgesamt 41'151 Mal Anruferinnen und Anrufer beraten. Das entspricht einer Steigerung von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Tox Info Suisse am Montag mitteilte. Seit 2008 ist die Zahl der Beratungen von etwas über 33'000 kontinuierlich auf über 41'000 gestiegen.

An häufigsten von Vergiftungen betroffen sind Kinder (55 Prozent der Beratungen), davon wiederum die meisten im Vorschulalter. Bei den Kindern sind die meisten Vergiftungen Unfälle.

Bei den Erwachsenen hingegen stehen laut Mitteilung «beabsichtigte Selbstvergiftungen» im Vordergrund. Dabei gehen 65 Prozent der Fälle auf versuchten Suizid zurück; hinter weiteren 15 Prozent der Beratungen steckt der Missbrauch von Substanzen.

Mehr Anfragen zu vergifteten Tieren

Zugenommen hat in den letzten Jahren darüber hinaus der Beratungsbedarf bei Vergiftungen von Tieren. Von insgesamt 2180 Fällen waren vor allem Hunde betroffen (1630), aber auch Katzen (409), Pferde und Ponies (60), Hasen und Kaninchen, Schafe oder Ziegen.

Zum weiteren Verlauf oder dem Grad der Vergiftungen verweist Tox Info Suisse auf den Jahresbericht, der im August erscheinen wird. Von allen über 40'000 Anrufen erfolgten mit 93 Prozent die meisten, weil es bereits zu Kontakten mit Giften gekommen war; nur sieben Prozent waren vorsorglich.

In zwei Dritteln aller Fälle haben die Fachleute von Tox Info direkt die Betroffenen oder deren Angehörige beraten. In den übrigen Fällen wurden Fachpersonen, Institutionen oder Organisationen mit Informationen beliefert.

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