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Verhaltensabhängige Krankenkassenprämien stossen auf Skepsis

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung lehnt verhaltensabhängige Krankenkassenprämien ab. Personen, die links orientiert sind, sind dabei skeptischer als die Anhängerschaft der bürgerlichen Parteien. Das zeigt eine am Freitag veröffentlichte Studie.
Die meisten sind dagegen, dass Personen, die einen "gesunden" Lebensstil pflegen, weniger und Personen, die "ungesund" leben, höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen. (Bild: Keystone/ENNIO LEANZA)

Die meisten sind dagegen, dass Personen, die einen "gesunden" Lebensstil pflegen, weniger und Personen, die "ungesund" leben, höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen. (Bild: Keystone/ENNIO LEANZA)

(sda)

Die von der Forschungsstelle sotomo im Auftrag der Stiftung Sanitas Krankenversicherung durchgeführte Studie beruht auf den Antworten von 3055 im Januar online befragten Personen ab 18 Jahren.

Die Fragestellung lautete: Sollen Personen, die einen "gesunden" Lebensstil pflegen, weniger und Personen, die "ungesund" leben, höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen?

Die Ablehnung höherer Prämien für "Unachtsame" (Personen, die sich nicht fit halten und sich ungesund ernähren), war mit 60 Prozent etwas stärker als die Ablehnung von Prämiensenkungen für "Achtsame" (Personen, die sich fit halten und sich gesund ernähren). Letzteres wird von 56 Prozent abgelehnt.

Auch wenn das Bonus-Prinzip etwas stärker gutgeheissen wird als das Malus-Prinzip, fällt vor allem auf, dass sich die Akzeptanz der beiden Ansätze insgesamt nur wenig unterscheidet.

Vom politischen Profil abhängig

Die Einstellung zu verhaltensabhängigen Prämien hängt vom politischen Profil der Befragten ab. Personen, die links orientiert sind, zeigen sich skeptischer als rechts orientierte. Dabei fällt auf, dass die Skepsis gegenüber Prämienrabatten für gesund Lebende bei der Basis der FDP grösser ist als bei jener von CVP und SVP.

Überdurchschnittliche Skepsis gegenüber Prämienrabatten herrscht bei den Personen mit einem sehr hohen Haushaltseinkommen. Weniger erstaunlich ist, dass junge Erwachsene verhaltensabhängigen Krankenkassenprämien eher zustimmen als ältere.

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