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Von den Jugendunruhen bis zur den «Digital Natives»

Die Eidgenössische Kommission für Kinder und Jugendliche (EKKJ) ist vierzig Jahre alt. Gegründet 1978 als Jugendkommission war sie in den 1980-er Jahren mit Jugendunruhen konfrontiert. Auch heute ist sie gefordert; der Sparzwang schwächt Kinder- und Jugendanliegen.
Die 1980-er Jahre waren von Jugendunruhen geprägt: Friedliche Demonstration für eine Wiedereröfffnung des Autonomen Jugendzentrums am 20. September 1980 in Zürich. (Bild: KEYSTONE/STR)

Die 1980-er Jahre waren von Jugendunruhen geprägt: Friedliche Demonstration für eine Wiedereröfffnung des Autonomen Jugendzentrums am 20. September 1980 in Zürich. (Bild: KEYSTONE/STR)

(sda)

Defizite zeigten sich in der Umsetzung der Uno-Konvention über die Rechte der Kinder, konstatierte die Kommission am Donnerstag an ihrem Jubiläumsanlass im Kulturzentrum Progr in Bern. Hier müsse sich die Umsetzung gerade für benachteiligte Gruppen verbessern, erklärte Kommissionspräsident Sami Kanaan.

Angesichts der rasant gestiegenen Anforderungen führe kein Weg an der Diskussion über ein Rahmengesetz auf Bundesebene vorbei. Denn alle Koordinationsbemühungen würden aktuell von den immensen Veränderungen neutralisiert und oft sogar überholt.

Auch die Herausforderungen durch die unterschiedlichen kantonalen Jugendpolitiken beschäftigen das Gremium. Noch gebe es grosse Unterschiede, was für die Chancengleichheit nachteilig sei, sagte Vizepräsidentin Andrea Weik. Die Kantone müssten sicher stellen, dass Leistungen für Kinder und Jugendliche nicht Opfer von Sparmassnahmen würden.

Jugend im digitalen Aufbruch

Bundespräsident Alain Berset würdigte das Wirken der Kommission. Sie rücke Jugendthemen dahin, wo sie hingehörten - nämlich ins Zentrum der politischen Diskussion. Mit dem aktuellen Schwerpunktthema der Digitalisierung treffe das zu wie selten zuvor.

Der Graben zwischen den «Digital Natives» und den Älteren erscheine tief. Die Digitalisierung möge die Generationen trennen. Politisch und gesellschaftlich vereine sie sie aber, damit der digitale Aufbruch nicht zu einem gesellschaftlichen Umbruch führe, sagte Berset.

Seit 2003 auch Kinder im Fokus

Die Kommission für Jugendfragen wurde 1978 eingesetzt. Kurz darauf war sie mit den Jugendunruhen ab 1980 konfrontiert. Sie setzte damals auf Dialog statt polizeiliche Repression und trat für die Teilhabe der Heranwachsenden ein.

2003 wurde ihr Auftrag auf Kinder ausgeweitet. Dabei setzt die EKKJ etwa für das Recht des Kindes auf Anhörung ein. Das Gremium verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und bezieht auch Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes sowie die Kompetenzförderung mit ein.

In regelmässigen Publikationen äussert sich die Kommission zu aktuellen Themen etwa zur Jugendgewalt, Jugendsexualität, Kinderarmut oder zu Heranwachsenden in der Konsumwelt.

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