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Wie sich Schiffe CO2-frei antreiben lassen

Die Schifffahrt trägt erheblich zum weltweiten CO2-Ausstoss bei. Im Auftrag einer Reederei haben ETH-Forschende untersucht, wie sich das ändern liesse. Potenzial sehen sie dabei insbesondere in elektrischen Antrieben sowie in Wasserstoff und Ammoniak als Treibstoffe.
Frachter und internationale Handelsschiffe tragen erheblich zu CO2-Emissionen bei. Wie sich das ändern liesse, zeigt ein Bericht. (Bild: KEYSTONE/EPA TOTE MARITIME/TOTE MARITIME / HANDOUT)

Frachter und internationale Handelsschiffe tragen erheblich zu CO2-Emissionen bei. Wie sich das ändern liesse, zeigt ein Bericht. (Bild: KEYSTONE/EPA TOTE MARITIME/TOTE MARITIME / HANDOUT)

(sda)

3 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Schifffahrt, vor allem grosse Frachter und internationale Handelsschiffe. Ein Team um Petrissa Eckle von der ETH Zürich hat im Auftrag einer Reederei die besten Möglichkeiten ausgewertet, um Schiffe emissionsfrei anzutreiben, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte.

Der Bericht, der auf externen Studien und Experteninterviews beruht, fokussiert auf Nord- und Ostsee. Voraussetzung für die untersuchten Technologien war jedoch, dass diese skalierbar auf die internationale Schifffahrt sein müssten. Zudem sollte beim Antrieb der Schiffe kein CO2 frei werden.

Elektroantrieb für kurze Strecken

Das grösste Potenzial für eine emissionsfreie Schifffahrt in naher Zukunft sehen die Forschenden in elektrischen Antrieben, Brennstoffzellen und mit Ammoniak betriebenen Verbrennungsmotoren. Was davon am geeignetsten ist, hänge von Schiffstyp und Strecke ab, die zurückgelegt werden muss, schrieb die ETH.

Für kurze Strecken eignen sich elektrisch betriebene Schiffe, wie sie in der Nordostseeregion bereits teils eingesetzt werden, so Eckle.

Schwieriger wird es für lange Strecken. Hier würde sich laut den Forschenden Ammoniak als Treibstoff eignen, allerdings ist dieser giftig und deshalb bisher nicht als Treibstoff zugelassen. Auch Brennstoffzellen mit Wasserstoff würden sich eignen, aber auch bei dieser Option gibt es Hürden: Es fehle bisher an Verflüssigungs- und Transportkapazitäten, schrieb die ETH.

Vor allem brauche es nun Pilotprojekte, um emissionsfrei angetriebene Schiff zu testen und offene Fragen zu klären, betonte Eckle.

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