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42 Punkte zwischen Dortmund und Schalke: Rekord

Titelträume bei Borussia Dortmund, Abstiegsängste bei Schalke: Das 94. Bundesligaduell der Erzrivalen hat seine eigene Vorgeschichte.
Realismus oder Kalkül? Lucien Favre spricht von einem gefährlichen Schalke (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

Realismus oder Kalkül? Lucien Favre spricht von einem gefährlichen Schalke (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

(sda)

Nie zuvor vor einem Kräftemessen der sogenannten Revierklubs gab es einen Abstand von 42 Punkten. Diese Ausgangslage verleiht der ohnehin prestigeträchtigen Partie am Samstag um 15.30 Uhr in Dortmund zusätzliche Brisanz.

Der sorgenvolle Gesichtsausdruck von Schalkes Coach Huub Stevens verriet mehr als tausend Worte. «Wir können nicht lügen. Sie spielen um die Meisterschaft, wir um etwas anders», kommentierte der Niederländer den gewaltigen Rückstand seiner Schalker, die noch am Ende der vergangenen Saison acht Zähler vor der Borussia gelegen waren. Selbst dem in Gelsenkirchen zum «Jahrhunderttrainer» gekürten Stevens ist es nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. Unter seiner Regie verbuchte der Tabellen-15. in fünf Partien nur vier Punkte.

Ein Sieg im Derby könnte helfen, die missratene Saison laut Vizecaptain Benjamin Stambouli «ein bisschen zu retten» und im Idealfall den Klassenverbleib vorzeitig zu sichern. Für die zuletzt leidgeprüften Schalke-Fans wäre es ausserdem eine Genugtuung, wenn ihr Team die nur einen Zähler von Leader Bayern München entfernten Dortmunder im Titelrennen ins Straucheln bringt. Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc warnte davor, den Rivalen zu unterschätzen: «Schalke ist besser, als es der aktuelle Tabellenstand aussagt.»

Ähnlich wie Zorc glaubt auch Trainer Lucien Favre nicht an einen Spaziergang. In gewohnter Manier redete der Waadtländer den kommenden Gegner stark. «In den Spielen, die ich gesehen habe, war Schalke gefährlich», sagte Favre.

Knapp 2000 BVB-Fans beim öffentlichen Training am Donnerstag brachten zum Ausdruck, dass sie von ihrem Team einen Sieg erwarten. Schliesslich sollen die Bayern, die am Sonntag beim Vorletzten Nürnberg antreten, weiter unter Druck gesetzt werden.

Nicht nur der grosse Abstand zum Erzrivalen, sondern auch die mangelnde Disziplin im Kader machen Schalke zum Aussenseiter. Offenbar ist Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb, der innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal in die U23 strafversetzt wurde, nicht der einzige Problemfall. Nebulöse Aussagen von Stevens lassen vermuten, dass es weitere Baustellen gibt: «Ich kann und darf nicht alles sagen. Vielleicht wird das noch kommen. Vielleicht intern. Vielleicht aber auch in der Öffentlichkeit.»

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