Alaphilippe triumphiert an der Flèche Wallonne erneut

Der Franzose Julian Alaphilippe wiederholt an der Flèche Wallonne seinen Sieg aus dem Vorjahr. Er setzt sich im Zweiersprint am Ende der Mauer von Huy sicher gegen den Dänen Jakob Fuglsang durch.

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Im Sprint nicht zu schlagen: Julian Alaphilippe (re.) feiert seinen Sieg an der Flèche Wallonne vor dem Dänen Jakub Fuglsang (Bild: KEYSTONE/EPA/JULIEN WARNAND)

Im Sprint nicht zu schlagen: Julian Alaphilippe (re.) feiert seinen Sieg an der Flèche Wallonne vor dem Dänen Jakub Fuglsang (Bild: KEYSTONE/EPA/JULIEN WARNAND)

(sda)

Alaphilippe stellte eindrücklich unter Beweis, dass er aktuell der beste Fahrer im Feld ist. Beim letzten, 1,3 km langen und sehr steilen Anstieg in Huy, der insgesamt dreimal absolviert werden musste, war er der Einzige, der dem Antritt von Fuglsang folgen konnte. Der Däne aus dem Astana-Team schaffte es nicht, den 26-jährigen Franzosen abzuschütteln und war dann im Sprint chancenlos.

Mit sechs Sekunden Rückstand belegte der Italiener Diego Ulissi den 3. Platz. Bester Schweizer war der Walliser Sébastien Reichenbach, der mit knapp zwei Minuten Rückstand 36. wurde. Zwei Plätze dahinter klassierte sich Mathias Frank, Michael Albasini gab auf.

«Er ist ein richtiger Albtraum für uns alle», stellte Fuglsang fest, freute sich aber über seinen Podestplatz. Alaphilippe hatte vor einem Monat bei Mailand - Sanremo seinen ersten Sieg bei einem der fünf Monumente des Radsports gefeiert. Daneben triumphierte bei den Strade Bianche und einer Etappe der Baskenland-Rundfahrt.

An der Flèche Wallonne konnte Alaphilippe auch auf die gute Arbeit seiner Teamkollegen von Deceuninck-Quick Step zählen. Vor allem der Spanier Enric Mus verrichtete ein grosses Pensum, um dafür zu sorgen, dass die Spitzengruppe mit den meisten Favoriten gemeinsam zum letzten Anstieg kam. Den Rest erledigte Alaphilippe souverän.

«Dieses Rennen liegt mir schon seit einiger Zeit sehr am Herzen», sagte der strahlende Sieger. «Ich bin hier immer aufs Podest gefahren und kam letztes Jahr zu meinem ersten grossen Sieg.» Er hat damit den Spanier Alejandro Valverde, den er im letzten Jahr auf Platz 2 verwiesen hatte, endgültig als eigentlichen Spezialisten für den Halbklassiker im französischen Teil Belgiens abgelöst. Der bereits 38-jährige Weltmeister und fünffache Sieger der Flèche Wallonne musste sich diesmal mit dem 11. Platz begnügen.