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Alvaro Odriozolas steiler Aufstieg

Unter den vielen Stars aus Madrid und Barcelona, aus Manchester und London ist Alvaro Odriozola das unbekannte Gesicht in Spaniens Team. Am Sonntag dürfte er gegen die Schweiz von Beginn weg spielen.
"Vom Strand an die WM": Aussenverteidiger Alvaro Odriozola empfahl sich bei Real Sociedad San Sebastian für höhere Aufgaben (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JAVIER LIZON)

"Vom Strand an die WM": Aussenverteidiger Alvaro Odriozola empfahl sich bei Real Sociedad San Sebastian für höhere Aufgaben (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JAVIER LIZON)

(sda)

Im spanischen WM-Kader stehen 13 Spieler von Real Madrid, dem FC Barcelona oder Atlético Madrid. Sechs weitere Akteure spielen bei Spitzenklubs in England, Deutschland oder Italien. Einer aber kommt von Real Sociedad San Sebastian, dem Klub an der nördlichen Atlantikküste Spaniens, der gerade die Meisterschaft in La Liga auf Platz 12 abgeschlossen hat: Alvaro Odriozola, 22 Jahre, Aussenverteidiger. Der grosse Unbekannte im spanischen Team der Superstars.

Schon das Aufgebot war eine Überraschung gewesen. Schliesslich zog Trainer Julen Lopetegui Odriozola den durchaus bekannteren Juanfran (Atlético Madrid), Hector Bellerin (Arsenal) oder Sergi Roberto (FC Barcelona) vor. Gegen die Schweiz dürfte Odriozola am Sonntag sogar von Beginn weg spielen, denn der Stammverteidiger auf der rechten Seite, Daniel Carvajal von Real Madrid, plagt sich noch mit einer Knöchelverletzung herum. Spanische Medien rechnen sogar damit, dass Odriozola auch beim WM-Start am 16. Juni gegen Europameister Portugal dabei sein wird.

Es wäre der vorläufige Höhepunkt einer Karriere, die in den letzten 16 Monaten wie im Märchen verlaufen ist. Noch im Januar 2017 hat Odriozola in der 2. Mannschaft von Real Sociedad in der drittklassigen Segunda B gespielt. Dann folgte der Aufstieg ins Fanionteam, im Sommer der Sprung zum Stammspieler, im Herbst das erste Länderspiel - und nach der WM wohl der Transfer zu Real Madrid oder dem FC Barcelona. Sowohl der Champions-League-Sieger als auch der spanische Meister sollen sich um Odriozola bemühen.

"Es ist verrückt, wie schnell sich alles entwickelt hat. Aber ich habe nie den Boden unter den Füssen verloren und hatte auch das Glück, in einem vernünftigen familiären Umfeld aufgewachsen zu sein", sagte Odriozola bescheiden. Apropos Boden unter den Füssen: Zumindest als junger Fussballer hatte Odriozola nicht immer festen Boden vorgefunden. Während andernorts Strassenfussballer geboren werden, sind es in San Sebastian Strandfussballer. An der berühmten Playa de La Concha fanden bis vor kurzem sogar die Sichtungs- und Juniorentrainings von Real Sociedad statt.

"Ich habe tatsächlich an der Concha das Fussballspielen erlernt", so Odriozola. Und die spanischen Medien hatten die entsprechende Schlagzeile schnell zur Hand. Vor wenigen Tagen schrieb die Sportzeitung "Marca": "Odriozola - vom Strand an die WM".

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