Ammann und Peier schaffen in Oberstdorf die Qualifikation

Simon Ammann kann ein kleines Erfolgserlebnis verbuchen. Der Toggenburger belegt zum Auftakt der Vierschanzentournee in der Qualifikation von Oberstdorf den 25. Rang und ist bester Schweizer.

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Simon Ammann winkt in die Kamera. (Bild: KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER)

Simon Ammann winkt in die Kamera. (Bild: KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER)

(sda)

Der vierfache Olympiasieger schlüpfte in seinen neu überarbeiteten Karbon-Schuh. Der Toggenburger zeigte, gemessen an den bisherigen Leistungen des Winters, einen ordentlichen Sprung. Ammann setzte nach 127,5 m auf. Er wird somit im K.o.-Duell gegen den Finnen Antti Aalto am frühen Sonntagabend das erste Tournee-Springen eröffnen.

«Ich hätte gerne noch etwas mehr Weite gemacht, aber ich bin ein wenig zu flach weggekommen», schränkte Ammann die Zufriedenheit zwar ein wenig ein. «Aber ich bin sehr happy mit der Qualifikation.» Er habe eine gute Basis gelegt, um im Wettkampf etwas aufzubauen.

Killian Peier schaffte die Qualifikation, mehr aber nicht. Die Verhältnisse bei seinem Sprung waren nicht ideal, gleichwohl hätten bei seiner Klasse mehr als 120 m resultieren müssen. Der 43. Rang beschert ihm ein Duell gegen Kamil Stoch. Der Pole, der vergangenen Winter mit vier Siegen als erst zweiter Springer nach Sven Hannawald den Grand Slam schaffte, zählt auch heuer wieder zu den Favoriten. Peier muss sich die Finalteilnahme wohl als einer der fünf Lucky Loser verdienen. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich. «Der Sprung war nicht so schlecht, es fehlt nicht viel», versicherte der 23-jährige Waadtländer, der im Training deutlich weiter gesprungen war.

Die beiden Schweizer Tournee-Debütanten hingegen scheiterten am Cut der Top 50. Andreas Schuler (52.) flog auf 119 m, Sandro Hauswirth (54.) auf 117 m. Noriaki Kasai kam bei seiner 28. Tournee wie schon den ganzen Winter nicht auf Touren. Der Japaner landete nach 118 m (53.).

Sein Landsmann Ryoyu Kobayashi konservierte seine Form in der knapp zweiwöchigen Wettkampfpause seit Engelberg. Bei etwas schwierigen Verhältnissen verpasste er den Tagessieg nur knapp. Dieser ging an den Österreicher Stefan Kraft (138,5 m) und wurde mit 5000 Euro belohnt. Der einzige prominente Ausfall betraf den Slowenen Domen Prevc (51.).